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Lucky Lion probt in Mülheim für den Dallmayr-Preis

Lucky Lion - hier beim Sieg im Dallmayr-Preis 2014 - absolviert einen Vorbereitungsstart für die Titelverteidigung in Mülheim. www.galoppfoto.de - Sebastian Hoeger

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Pressemitteilung

Der Auftritt des vierjährigen Galopper-Hengstes Lucky Lion, trainiert von Andreas Löwe (Köln), wird am Samstag beim 19. Sparkassen-Renntag auf der Bahn in Mülheim (erster von acht Starts um 12 Uhr) besonders die Fachleute in ihren Bann ziehen. Schließlich stellt sich mit Lucky Lion der Derby-Zweite von 2014 (hinter Sea The Moon) und Gewinner von rund 380.000 Euro Preisgeld am Raffelberg vor. In einer mit 4.000 Euro dotierten Prüfung trifft er mit Derby-Siegreiter Andrasch Starke (Köln) auf vier Konkurrenten.

Grund für den Einsatz des hochdekorierten Galoppers in einem ungewohnt „kleinen“ Rennen: Lucky Lion soll am Sonntag, 26. Juli, auf der Rennbahn in München-Riem möglichst seinen Titel im Großen Dallmayr-Preis verteidigen. In diesem „Formel 1-Rennen“ über 2.000 Meter geht es um Prämien von insgesamt 155.000 Euro. Die Prüfung in Mülheim soll dafür als optimale Vorbereitung dienen und den aktuellen Leistungsstand überprüfen.

Zuletzt war Lucky Lion vor knapp drei Monaten in Frankreich (Longchamp) gelaufen, war dort allerdings weit abgeschlagen. Später stellte sich heraus, dass er sich einen Infekt zugezogen hatte. Deshalb verordnete ihm sein erfahrener Trainer zunächst eine Pause. „Lucky Lion war sehr krank, hatte unter anderem eine Stirnhöhlenvereiterung“, sagt Andreas Löwe: „Inzwischen macht er aber wieder einen sehr guten Eindruck. Am Mülheimer Raffelberg dürfte Lucky Lion als haushoher Favorit im „Preis der Roten Bank“ antreten. „Ich bin zuversichtlich, dass er sehr gut laufen wird“, sagt sein Trainer.

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Insgesamt stehen acht Rennen auf der Samstag-Karte des Mülheimer Galopprennvereins, der mit dieser Veranstaltung bereits das Saisonende einläutet. Mehr als 45.000 Euro werden an Rennpreisen ausgeschüttet, insgesamt 75 Starter wurden angegeben. Die ersten vier Prüfungen werden auch ins wettverrückte Nachbarland Frankreich übertragen, können dort auch bewettet werden und sind durch den französischen Wettanbieter PMU finanziell abgesichert. Die Wettervorhersage verheißt im Übrigen Gutes: Es soll trocken sein, die Temperaturen werden zwischen 23 und 26 Grad liegen.

Von den Mülheimer Trainern sattelt Bruce Hellier seinen Schützling Giolino. 75 Jahre ist Galopper-Trainer Bruce Hellier inzwischen. Doch Rentner ist ein Wort, mit dem er sich nicht anfreunden mag. „Nein, ich arbeite noch gerne mit den Pferden“, sagt er. „Es macht Spaß. Vor allem dann, wenn sie vorne landen.“ Dabei denkt er nicht zuetzt an den vierjährigen Fuchswallach Giolino, der am Samstag in dem mit 8.000 Euro dotierten Preis der Sparkasse Mülheim an der Ruhr, dem Hauptrennen des Tages, an den Start geht. Helliers mutige Prognose: „Wenn alles glatt geht, landen wir unter den ersten drei von acht Teilnehmern.“ Giolino gehört dem Stall Heberingshof aus Alpen. Sein Besitzer Dierk Finke konnte schon beim letzten Mülheimer Renntag strahlen, denn da gelang Giolino ein überzeugender Sieg. Geritten wird er - wie schon bei einem weiteren Volltreffer zuletzt von Düsseldorf - von der 18-jährigen Esther Ruth Weißmeier aus Sonsbeck, die sich mit Giolino bestens versteht und außerdem mit einem Gewichtsvorteil von vier Kilo antritt.

Zum engeren Favoritenkreis zählt auch die frische Siegerin La Facella, die vom ehemaligen Trabertrainer Axel Kleinkorres (Neuss) betreut wird. Besitzer ist der Krefelder Stall „Samt und Seide“, der bereits seit 38 Jahren besteht. Ian Ferguson, ein gebürtiger Schotte, der in Mülheim wohnt, wird La Facella reiten. Kleinkorres: „Wir wollen vorne mitmischen.“ Cash the Cheque gehört dem „Stall 5-Stars“, hinter dem sich Tonya Rogge, Präsidentin des Bremer Rennvereins verbirgt. Trainer Markus Klug (Heumar) ist bei seiner Prognose ein wenig vorsichtig: „Der Wallach galoppiert nicht gerne im Pulk, ist auch am Start nicht ganz einfach. Er benötigt freie Bahn. Bekommt er die, dann ist alles drin.“ Als Reiter wurde der erfahrene Andreas Helfenbein (Köln) verpflichtet.

Stall Ullmann bietet Wind Chill auf. Jockey Rene Piechulek (28): „Der Hengst reist mit einer ordentlichen Gesamtform an, ist nicht bodenabhängig, ein vernünftiges und zuverlässiges Pferd. Ich reite ihn zum ersten Mal in einem Rennen, kenne ihn aber gut aus der Arbeit am Gestüt.“ Auch Wind Chill beendete seinen letzten Auftritt siegreich, war Anfang Juni in Baden-Baden zum Abschluss der Großen Woche erfolgreich. Auf den einen oder anderen Regenschauer in den nächsten Tagen sowie auf die Mülheimer Rasensprenganlage hofft Trainer Dr. Andreas Bolte aus Lengerich. Er hat Alexander Pietsch aus Köln als Jockey für Victorious angegeben. Bolte: „Der Hengst benötigt einen weicheren Boden, um ein Preisgeld abzubekommen.“ Victorious war zuletzt in Baden-Baden Vierter, hatte zuvor aber gleich vier Rennen in Folge gewonnen. Dreimal saß dabei ebenfalls Alexander Pietsch im Sattel.

Der ebenso wie sein britischer Kollege Bruce Hellier in Mülheim ansässige Trainer und Ex-Jockey William Mongil schickt die vierjährige Stute La Louz mit Steffi Hofer (Krefeld) im Sattel ins Rennen. Besitzer ist der German Racing Club (Berlin). Die Wetter sollten La Louz vor dem Start genauer unter die Lupe nehmen. Sie wird mit Scheuklappen ins Rennen gehen. Und das dürfte seine Gründe haben. Allerdings tritt auch La Louz am Raffelberg als frische Siegerin an, gewann erst vor wenigen Tagen während der Derby-Woche in Hamburg. Zwei Gäste aus den Niederlanden vervollständigen das Starterfeld im Sparkassen-Preis. Anna van den Troost reitet den von Anthonius Johannes Frederikus Franzen trainierten fünfjährigen Wallach Semai. Trainer Daniel Christiaan Klomp hat den „Oldie“ Ferro Sensation (neunjähriger Wallach) mit dem in Düsseldorf beheimateten Tommaso Scardino als Reiter angegeben.

Quelle und weitere Infos: www.muehlheim-galopp.de | Redaktion MSPW

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