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Aufgalopp 804

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 804 vom Freitag, 09.02.2024

“Wer dieses Horner Meeting mitgemacht hat, kann nur noch sagen: ‘Hier wendet sich der Gast mit Grausen’, sofern die Behandlung, die auswärtige Besucher in Hamburg hinnehmen mussten, es gestattete, sich überhaupt als Gäste zu fühlen.” Das schrieb die “Sport-Welt” nach dem Derby-Meeting. Gemach: Es war nicht nach der 23er Ausgabe, es war im Jahre 1950, als der damalige Schriftleiter Herbert Lehmann nach den Tagen von Horn zur Feder griff. Doch die Bedingungen, die im vergangenen Jahr vorgefunden wurden, haben auch nicht allen gefallen, so dass sich vor einigen Monaten eine hochkarätige Delegation des Verbandes auf den Weg in den Norden machte. Es ging um eine “bessere Willkommenskultur”, so Verbandspräsident Michael Vesper, für alle Aktive und Besucher. Der Renn-Club gelobt Besserung, was es Anfang Juli zu überprüfen gilt.

Hamburg-Horn war ein wichtiges Thema in der Vorstandssitzung des Verbandes Anfang Februar. Das Derby soll 2025 am ersten Wochenende stattfinden - siehe separate Meldung - und auch über die Doppelrennbahn wurde diskutiert. Vor gefühlt einem Vierteljahrhundert war darüber erstmals gesprochen worden, doch waren die Voraussetzungen damals noch komplett anders. Es standen sowohl bei den Galoppern als auch bei den Trabern genügend Pferde zur Verfügung. Doch aktuell sind dem Vernehmen nach in Bahrenfeld und Umgebung nur noch 150 Startpferde in den jeweiligen Ställen. Terminiert sind für 2024 21 Renntage, zehn davon finden mit PMU-Beteiligung an Wochentagen zur Mittagsstunde statt. Die Zahl der Besucher ist an einer Hand abzuzählen. Es mag noch so viel Geld vom Senat als Kompensation für einen Verlust von Bahrenfeld geben: Wenn man eine dann niegelnagelneue Trabrennbahn nicht quantitativ und qualitativ bespielen kann, macht sie wenig Sinn. 

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