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Lomitas im Gestüt Fährhof. Foto: John James Clark

Autor: 

Frauke Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 227 vom Donnerstag, 09.08.2012

Mit großer Wahrscheinlichkeit wird der am 30.08.2010 verstorbene Lomitas (beim Klick auf den Namen geht es zum kompletten Profil mit Fotos, Videos, Stories) beim Prix de l'Arc de Triomphe, dem bedeutendsten Rennen der Welt, gleich mit zwei seiner Töchter vertreten sein. Mit Danedream, als Titelverteidigerin, die zudem noch aktuell in Ascot als erstes deutsches Pferd überhaupt die King George VI and Queen Elizabeth Stakes gewann, und mit der aktuellen Siegerin im 154. Henkel-Preis der Diana, Salomina.

Schon zu Lebzeiten war "The great Lomitas" eine Legende, ein Pferd, das, wie es in einer Hommage auf der Webseite seines Trainers Andreas Wöhler heißt, "für viele Menschen etwas ganz besonderes war". Für den Trainer brachte er den beruflichen Durchbruch, für den damals noch jungen Peter Schiergen war er ein Sprungbrett für seine sehr erfolgreiche Jockey-Karriere, für Monty Roberts, den Pferdekenner aus Amerika, der gerufen wurde, um Lomitas' Probleme an der Startmaschine zu kurieren, ebnete er den Weg in eine erfolgreiche Karriere als "Pferdepflüsterer" in Europa und für Simon Stokes, der zunächst nur als Dolmetscher fungierte, war er der Einstieg für seine Tätigkeit im Gestüt Fährhof als Racing Manager.

Lomitas sorgte nicht nur als Rennpferd in den schwarz-gelben Farben des Gestüts Fährhof mit drei Gr. I-Erfolgen in Serie für Furore, auch außerhalb der Rennbahn sorgte er wie kein zweites Pfferd für Schlagzeilen: es gab anonyme Entführungsdrohungen, eine Nacht- und Nebelaktion, die ihn nach England in den Stall des legendären Lester Piggott führte, er war in den USA als Rennpferd aktiv und später für Darley in England als Deckhengst im Einsatz. 2006 kehrte er ins Gestüt Fährhof zurück. Danedream und Salomina, die beiden Arc-Hoffnungsträgerinnen aus Deutschland, lassen seinen Namen auch posthum unvergessen bleiben.

Bei so einer Geschichte ist es fast verwunderlich, dass diesem Pferd erst jetzt eine eigene Facebook-Seite gewidmet ist: Lomitas - his Life & his Legacy (Link funktioniert nur bei registrierten Facebook-Usern). Initiert wird diese von der engagierten Züchterin und Besitzerin Catrin Nack, die auch bei Turf-Times als Autorin bekannt ist. Weil Lomitas nicht nur in Deutschland sondern auch international bekannt ist, wird diese Seite englischsprachig geführt. Die ersten 100 Fans waren schon nach wenigen Stunden dabei.

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