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Why Not avanciert zum Hoffnungsträger des Halleschen Auktionsrennens

Why Not bei seinem Sieg in Baden-Baden Foto: www.galoppfoto.de

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Turf aktuell

Die Siegerliste des seit 1997 ausgetragenen Halleschen Auktionsrennens ist nicht gerade gespickt mit Gruppe-Cracks. Dies verhindert schon die Ausschreibung, die am Ende der Dreijährigen-Saison noch einmal eine lukrative Verdienstmöglichkeit für ehemalige Auktionsangebote bietet, die bislang noch nicht allzu erfolgreich auf der Rennbahn waren. Somit besteht nur bei extremen Spätentwicklern die Chance, dass ihr Stern erst am Reformationstag in Halle aufgeht und sie in ihrer weiteren Laufbahn zu einem echten Crack heranreifen.

Bei der diesjährigen Austragung des Großen Preis des Gestüts Röttgen - BBAG Auktionsrennen Halle (1750m, 37.000€) könnte eine solche Konstellation vorliegen. Der von Markus Klug in Heumar trainierte 3jährige Hengst Why Not, der bis dato erst ein einziges Mal unter Seide stand und dabei gleich überlegen während der Großen Woche in Baden-Baden triumphierte, kam auch in Halle leicht gegen elf Konkurrenten zum Zuge. Mit Andreas Suborics im Sattel ging der 25:10 Favorit nach einem Rennen aus dem Vordertreffen rund 300m vor dem Ziel an die Spitze und blieb mit zwei Längen vor dem mit Speed heranrauschenden Hoppegartener Gast Freemason (Piotr Krowicki) und Gestüt Röttgens Dragoslav (Alexander Pietsch). Dahinter endete mit der Stute Savannah Blue  (Eugen Frank) eine Trainingsgefährtin des Siegers vor dem lange Zeit für das Tempo sorgenden Ostmann-Schützling Ibolo (Koen Clijmans).

Der siegreiche Why Not hatte bei der Badener Jährlingsauktion vor zwei Jahren für stattliche 150.000 Euro den Besitzer gewechselt. Das Gestüt Fährhof veräußerte den Königstiger-Sohn an Rupert Plersch, einen galoppsportlich weltweit agierenden Unternehmer aus dem bayerischen Illertissen, und musste sein Werbeversprechen der Badener Jährlingsauktion, jedem Besitzer eines in einem Auktionsrennen siegreichen Fährhofers 10.000 Euro zusätzlich zur Siegprämie zu zahlen, nunmehr einlösen. Rupert Plersch wechselt die für ihn arbeitenden Trainer häufig, so dass auch Why Not schon in mehreren Quartieren stand. Anfangs zeichnete Werner Hefter in Iffezheim für ihn verantwortlich, dann wurde er von Rodolphe Collet in Chantilly betreut. Erst Mitte des Jahres kam er aus Frankreich zu Markus Klug, der im Gestüt Röttgen trainiert. Klug hofft, ihn in der Zukunft in die Grand Prix Klasse steigern zu können.

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