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Volker Schleusner: "Wer keine Träume hat, ist tot!"

Autor: 

Frauke Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 684 vom Freitag, 03.09.2021
Ein vielversprechender BBAG-Kauf: Es ist selten, dass Volker Schleusner, seine Tochter Anna Schleusner-Fruhriep und die Enkel zusammen auf einer Rennbahn sind, weil sich immer einer um den Betrieb kümmern muss. Aber als Nastaria, die Schleusner für 15.000 Euro bei der letztjährigen Herbst-Auktion erworben hat, in Hamburg an den Start ging, konnten sich alle gemeinsam über den Sieg im Zweijährigen-Rennen freuen. www.galoppfoto.de - Frank SorgeEin vielversprechender BBAG-Kauf: Es ist selten, dass Volker Schleusner, seine Tochter Anna Schleusner-Fruhriep und die Enkel zusammen auf einer Rennbahn sind, weil sich immer einer um den Betrieb kümmern muss. Aber als Nastaria, die Schleusner für 15.000 Euro bei der letztjährigen Herbst-Auktion erworben hat, in Hamburg an den Start ging, konnten sich alle gemeinsam über den Sieg im Zweijährigen-Rennen freuen. www.galoppfoto.de - Frank Sorge

„Nee, ein Pferd zu einem Trainer zu geben und es dann nur mal gelegentlich auf der Rennbahn zu sehen, das ist nicht mein Ding“, meint Volker Schleusner, den wir Dänschenburg bei Marlow in Mecklenburg-Vorpommern besucht haben. Das liegt noch hinter Bad Doberan, seiner Heimatbahn, die eigentlich im nächsten Jahr als älteste Rennbahn Europas ihr 200 Jubiläum feiern sollte. Aber daraus wird wohl nichts. Denn: "Es ist schon mehr wie erschreckend, wie es da aussieht“, berichtet Schleusner, der sich da direkt nach der Wiedereröffnung Anfang der 1990-er Jahre in den Bauernrennen engagiert hat. „ich denke auch da tut sich nichts mehr, die Gemeinde will das wohl nicht. Ich habe da auch schon etwas Geld versenkt, war ja auch mal zwei Jahre Direktor von dem Zoo. Doch das ist für mich endgültig vorbei, das ist zwar traurig, aber wenn da nichts kommt von außen, dann geht das eben nicht. Wenn man das Geläuf sieht, dann hat man keine Lust mehr. Das war ja ein Hin und Her, das ist wie eine Verarsche.“

Volker Schleusner und seine Pferde: Unwetter (links) und Oxana stehen wie allen anderen Rennpferde auch zu Zweit auf einer großen Koppel und bleiben das ganz Jahr über draußen. Foto: Frauke DeliusVolker Schleusner und seine Pferde: Unwetter (links) und Oxana stehen wie allen anderen Rennpferde auch zu Zweit auf einer großen Koppel und bleiben das ganz Jahr über draußen. Foto: Frauke DeliusVolker Schleusner, der eigentlich Volker Franz Erwin heißt, „das war bei uns so, da hast Du alle Namen Deiner Taufpaten gekriegt“, ist ein Mann, der kein Blatt vor den Mund nimmt. Er ist Landwirt, genauer: Der 69-jährige betreibt ökologische Landwirtschaft. Das ist wichtig, denn das färbt auch auf die Zucht und Haltung seiner Pferde ab, die anders leben als in jedem anderen Rennstall Deutschlands. Zwar prangt der Schriftzug „Rennstall Schleusner“ auf einer großen, fast niegelnagelneuen Reithalle. Doch hier sind nur Pensions-Reitpferde untergebracht. Nach neuestem Standart und allen Leitlinien, mit großen Boxen und ebensolchen Paddocks. Für jedes Pferd einen eigenen. Doch von Schleusner eigenen Pferden steht aktuell nur einer da, nach frischer Kastration. Ansonsten sind die Pferde, die man in den grün-roten Rennfarben mit dem gelben „V“ seit 2012 auf deutschen, aber gelegentlich auch auf internationalen Rennbahnen sehen kann, immer draußen.

Der etwas andere Rennstall: Die große Halle ist nur für die Pensionspferde da, die Rennpferde von Volker Schleusner stehen ganzjährig draußen auf der Koppel. ©Turf-Times/Frauke DeliusDer etwas andere Rennstall: Die große Halle ist nur für die Pensionspferde da, die Rennpferde von Volker Schleusner stehen ganzjährig draußen auf der Koppel. ©Turf-Times/Frauke DeliusNeben der Reithalle und dem Wohnhaus sieht man nur Koppeln und Weiden mit vielen Pferden und noch mehr weißen Kühen. Von letzteren hat er 1000, bei den Pferde weiß er es nicht genau. „Da werde ich immer nach gefragt, aber es laufen hier schon einige rum, aber so genau zähle ich die nicht, das ist mir egal.“ Mutterstuten sind da mit ihren Fohlen, die stehen mitten zwischen den Kühen, es gibt Jährlinge und auch den ein oder anderen Rentner, wie Alberto Hawaii, „der hat für mit 2015 in Dresden das erste Listenrennen gewonnen und zehn Rennen insgesamt“, heißt es, „deshalb darf er hier glücklich alt werden.“ 

Den Pferden soll es so gehen wie seinen Kühen. „Die leben hier glücklich, bekommen einmal im Jahr ein Kalb, haben keinen Stress und leben frei auf der Wiese.“ Ein Traumleben könnte man meinen. Bis auf die Wölfe, die es hier gibt. Ein Rudel mit 11 Tieren hat Schleusner ausgemacht, sieht das bei ziemlich gelassen: „Wenn die kommen, rottet sich die  ganze Herde zusammen und verteidigen die Kälber, die leben ja fast wie Wildtiere, nur bei Zwillingen ist eins mal weg“. Und die Mutterstuten und Fohlen sind mittendrin. Fressen das Gleiche wie die Kühe und auch die Fohlen kommen wie die Kälber draußen zur Welt, ohne Tierarzt, "der kommt höchstens zum Impfen vorbei." Das Schöne daran ist, dass die Kälber anders als in der Milchwirtschaft bei ihren Müttern bleiben dürfen. Natur pur. 

Der erste große Treffer 2015: Alberto Hawaii mit Francisco da Silva und Trainerin Anna Schleusner-Fruhriep nach dem Listensieg im bwin Sachsen-Preis. www.galoppfoto.de - Frank SorgeDer erste große Treffer 2015: Alberto Hawaii mit Francisco da Silva und Trainerin Anna Schleusner-Fruhriep nach dem Listensieg im bwin Sachsen-Preis. www.galoppfoto.de - Frank SorgePlatz genug dafür ist da. „Schon mein Großvater hatte hier einen Betrieb“, erzählt Schleusner, „aber 1963 ist ja alles enteignet worden. Er und mein Vater haben als Angestellte in einer LPG gearbeitet und ich bin in Warnemünde in die Werft gegangen.“ Aber mit Pferden hatte er schon immer zu tun, „ich bin geritten bevor ich laufen konnte und hatte einen Reitpferd, auf dem ich bis zu seinem 27. Lebensjahr gesessen habe.“ Fuchsjagden, aber auch Strandrennen, immer schon mit Vollblütern, aber auch mit Trabern hatte er zu tun. Rennpferde durfte man in der ehemaligen DDR als Privatmann jedoch nicht besitzen. „Nach der Wende habe ich mir alles wiedergeholt und noch was dazu gekauft“, so die Erfolgsgeschichte eines Betriebes, der jetzt immerhin 1500 Hektar umfasst. „Der Größte bin ich damit nicht in der Gegend, aber auch nicht der Kleinste“, stapelt Volker Schleusner tief, „wir sind ein Familienbetrieb, denn das Personal ist das Problem, deshalb haben wir so die richtige Größe.“ Zum Vergleich: Der Schleusner-Betrieb hat sechsmal so viel Land wie das Gestüt Röttgen, dass immerhin so groß ist wie Monaco. Da kommt es auf ein paar mehr oder weniger Pferde nicht an. 

Die Zucht von Fleischkühen ist das Hauptgeschäft: Volker Schleusner nennt auf 1500 Hektar über 1000 Kühe sein eigen, dazu kommen einige Dutzend Pferde, wieviele es genau sind, weiß er nicht ... Foto: Frauke DeliusDie Zucht von Fleischkühen ist das Hauptgeschäft: Volker Schleusner nennt auf 1500 Hektar über 1000 Kühe sein eigen, dazu kommen einige Dutzend Pferde, wieviele es genau sind, weiß er nicht ... Foto: Frauke DeliusDie Weiden und Felder - Schleusner baut sein Futter für die Kühe und Pferde selbst an - liegen nicht alle zusammen. Mecklenburg-Vorpommern ist ein Flächenland mit wenig Einwohnern, da gibt es Flächen genug. 13 Herden mit weißen Chevrolet Mutterkühen und ihren Kälbern sowie den dazugehörigen Zuchtbullen hat Schleusner, die größte lebt auf einer 100 Hektar großen Weide bei Warnemünde. Das ist 35 Kilometer weit von Däschenburg entfernt. Schleusner oder seine Tochter Anna versorgen die Tiere fast alleine, fahren alle Herden täglich ab. „Die Kälber kommen das ganze Jahr zur Welt, wir müssen Ohrmarken anbringen, um sie identifizieren zu können und wenn sie acht, neun Monate alt sind, kommen sie in die Mastbetriebe“, beschreibt Schleusner die tägliche Routine wegen der man ihn und seine Tochter selten gemeinsam auf der Rennbahn sieht, einer muss den Laden zuhause am Laufen halten. Angefangen habe er als Milchbauer, seinen Betrieb aber sehr schnell auf ökologische Landwirtschaft umgestellt, „bei mir findet man in den Ställen nur Hafer, Stroh und Heu und vielleicht mal eine Katze.“

Aber zurück zu den Pferden. Die sind sein Hobby. Und wegen denen steht der er nochmal zwei Stunden früher auf. Bei seiner morgendlichen Tour kommt immer der Hund mit, einer, der es auch mit den Wölfen aufnehmen kann. Um 5 Uhr geht es los, mit dem Handkarren und den individuellen Futtermischungen. Und weil er selbst nicht mehr reitet, „das habe ich irgendwann aufgegeben, nicht weil ich schwer gestürzt wäre, sondern weil das auch so bleiben sollte“, hat Schleusner sein eigenen Fitness-Parcour auf dieser Tour integriert. „Sieben Stationen sind da aufgebaut, auch meine Enkel und der Schwiegersohn nutzen den“, beschreibt Schleusner seine morgendliche Runde zwischen Kniebeugen, Klimmzügen und Pferdefüttern. 

Natur pur: Pferde auf der Koppel im Rennstall Schleusner. Foto: Frauke DeliusNatur pur: Pferde auf der Koppel im Rennstall Schleusner. Foto: Frauke DeliusEs geht ihm zum die Nähe zu den Pferden, sie täglich zu sehen. „Natürlich freue ich mich über Siege, aber ich möchte auch selbst sehen, wie  sie sich entwickeln und ob sie morgens frisch sind oder ob es ihnen nicht so gut geht“, erzählt Schleusner, der schon immer irgendwie mit Vollblütern zu tun hatte, auch als Reiter. „Wer einmal mit Vollblütern zu tun hatte, der will nichts anderes mehr“, heißt es, „das ist ein Unterschied wie zwischen einem Porsche und einem Trabant.“ 

Die Rennpferde sind nicht mehr im ökologischen Betrieb und werden konventionell gehandelt, auch wenn sie immer noch so naturnah wie möglich leben. Zu Zweit stehen sie jeweils auf Koppeln, Sommer wie Winter, mit eigenem Unterstand, Futtertrögen, Selbsttränken mit einem Gefälle von - 25 Grad, die damit nicht so schnell einfrieren. Jeweils in der Mitte von zwei Koppeln sind die Heuraufen platziert, so haben alle Pferde auch immer Kontakt zu den Nachbarkoppeln. Auch die Hengste sind so untergebracht, natürlich mit Abstand zu den Stuten, „aber auch zu Zweit, die kennen sich ja meist von klein auf, das klappt ganz gut“, heißt es. 

Ronny Bonk reitet die Schleusner-Pferde in der Arbeit, aber manchmal auch in den Rennen: Mit Video Diva ist der Amateurreiter in Hamburg erfolgreich. www.galoppfoto.de - Frank SorgeRonny Bonk reitet die Schleusner-Pferde in der Arbeit, aber manchmal auch in den Rennen: Mit Video Diva ist der Amateurreiter in Hamburg erfolgreich. www.galoppfoto.de - Frank SorgeTrainiert wird auf einer Sandbahn in „P-Form“ mit einem Höhenunterschied von 15 bis 18 Metern, „deshalb kommen unsere Pferde auch in Bad Harzburg so gut klar“. Der Amateur Ronny Bonk ist der festangestellte Reiter, zwei junge Mädchen komplettieren die kleine Mannschaft, die täglich die 24 Rennpferde bewegt. Der Vorteil für sie gegenüber der anderen Kollegen in den Rennställen: Das Ausmisten entfällt, gefüttert sind die Pferde auch schon und trotz der Freilaufs kommen sie die meisten auch sofort neugierig an und wenn nicht, hilft ein Leckerli oder eine Möhre, um sie zu locken. Eine Grasbahn gibt es nicht. „Die stehen ja den ganzen Tag auf Gras und wir haben tolle Reitwege hier im Wald, deshalb geht es auch ohne“, sagt Schleusner und der Erfolg gibt ihm Recht. Rund 80 Siege stehen zu Buche, dazu vier Black-Type-Siege und etliche Platzierungen in Deutschland und auch in Schweden, wo Schleusner gerne mit seinen Pferden hinreist. 

Beim Dachverband wird Volker Schleusner nur als Züchter und Besitzer geführt. Trainerin ist seine Tochter Anna Schleusner-Fruhriep. „Ich habe das selbst mir dem Trainerschein versucht, aber den Lehrgang in Köln nach ein paar Tagen abgebrochen, denn ohne mich geht das hier nicht, nee dann ist Chaos hier“, meint Schleusner, „deshalb habe er seine älteste Tochter Anna überredet: „Ich habe ihr gesagt, komm, Ich kaufe Dir ein schönes Pferd, dafür machst Du den Trainerschein.“ Die Rechnung ist aufgegangen, für beide Seiten. Das Pferd hieß Summershine und hat zweimal den Langen Hamburger gewonnen auf Listenparkett, wurde anschließend nach Kentucky verkauft.

The Tiger im Silbernen Band der Ruhr

Schleusner größter Coup: Der selbstgezogene Halbblut-Wallach The Tiger gewinnt  mit Sibylle Vogt das Silberne Band der Ruhr. ©galoppfoto - Stephanie GruttmannSchleusner größter Coup: Der selbstgezogene Halbblut-Wallach The Tiger gewinnt mit Sibylle Vogt das Silberne Band der Ruhr. ©galoppfoto - Stephanie GruttmannNeben dem schon erwähnten Listensieger Alberto Hawaii und Summershine ist natürlich The Tiger zu erwähnen, der mit seinem Sieg im Silbernen Band der Ruhr 2019 in Mülheim mit Sibylle Vogt im Sattel für den bislang größten Schleusner-Erfolg sorgte. Ein Black Type-Sieger aus eigener Zucht, „wir waren in diesem Jahr sogar unter den Top-20 der Statistik, das ist doch schon mal was“, freut sich Schleusner und der Fachmann wundert sich. Denn nicht nur die Haltung der Schleusner-Pferde ist anders auch der vielfach eingesetzte eigene Deckhengst entspricht nicht dem klassischen Vollblutformat:Ogatonango, Jahrgang 2001, stammt von Colon aus der Orchidee-S (H) , ist somit ein Halbblut, hat nie ein Rennen gewinnen können und seine bescheidene Gewinnsumme von 2.650 Euro auf Bahnen wie Bad Doberan, Bad Harzburg und Quakenbrück eingaloppiert. Doch seinen Bilanz als Vererber ist überraschend erfolgreich, neben The Tiger ist er auch Vater von Apoleon, der elf Siege landete konnte, mehrfach listenplatziert war und sich auch in Grupperennen nicht blamiert hat. Ein Pferd, das auf der Flachen und über die Sprünge erfolgreich war. Auf der aktuellen Trainingsliste finden sich neben dem jetzt 8jährigen The Tiger auch noch die Ogatonango-Söhne Anton von Marlow und Apollo von Marlow, die beide schon gewonnen haben, sowie der 2jährige noch nicht gelaufene Achilles. Auch der aktuelle Fohlen-Jahrgang, fünf Stück an der Zahl, stammt komplett von Ogatonango ab. Es ist zugleich sein letzter Jahrgang. In der Statistik des Galopper-Dachverbandes tauchen sie nicht auf. Erst, wenn sie Rennen laufen, werden sie als Halbblut-Pferde gelistet. Aber die nicht ganz blaublütige Abstammung hindert nicht am schnellen Laufen. 

Star im Hindernissport: Wutzelmann in seinem Element - diesmal ging sein Reiter Pavel Slozil leider im Bad Harzburger See baden, deshalb nehmen wir hier ein Siegerfoto aus dem Archiv. ©galoppfoto - Frank SorgeStar im Hindernissport: Wutzelmann in seinem Element - diesmal ging sein Reiter Pavel Slozil leider im Bad Harzburger See baden, deshalb nehmen wir hier ein Siegerfoto aus dem Archiv. ©galoppfoto - Frank SorgeVolker Schleusner ist ein Fan des Hindernissports. Und deshalb wird es Zeit über Wutzelmann zu schreiben, den Dauerbrenner. Elf Jahre alt, 15 Rennen konnte er gewinnen. Ein Star über die Sprünge und besonders in den Seejagdrennen in Bad Harzburg. Beim letzten Meeting fiel allerdings der Jockey in den See und Aus war der Traum von Sieg Nummer 16, das war besonders bitter, weil die Hindernisrennen in Deutschland zu absoluten Rarität geworden sind. Es gab erst deren drei in diesem Jahr, alle in Bad Harzburg. Zuletzt lief „Wutzi“ - die Pferdenamen sucht der Chef selbst aus - iin Cuxhaven, wo er beim Duhner Wattrennen Fünfter wurde. „Das war doch gut“, freut sich Schleusner, „denn die Siegerin Lovely Dream, die in den Farben des Galopp Clubs Bremen läuft, habe ich gezüchtet, da gibt es ja auch noch eine Prämie.“ Weil er wenig Unkosten hat, finanziert sich sein Hobby selbst, „dafür brauche ich meine Kühe nicht.“ Aber er wünsche sich natürlich die normalen Rennpreise zurück, damit sich wieder jeder ein Pferd leisten könne.:„So ist es doch nur für Reiche und Schöne und Typen wie mich!“

Zwei BBAG-Coups für Schleusner bei der Herbst-Auktion

Eine Halle, ein Haus und sonst nur Weiden und Koppeln: Volker Schleusner betreibt ökologische Landwirtschaft, "drinnen findet man bei mir höchstens mal eine Katze", heißt es. Foto: Frauke DeliusEine Halle, ein Haus und sonst nur Weiden und Koppeln: Volker Schleusner betreibt ökologische Landwirtschaft, "drinnen findet man bei mir höchstens mal eine Katze", heißt es. Foto: Frauke DeliusBei der Großen Woche ist der Rennstall Schleusner nicht vertreten, erst beim Herbst-Meeting wird er sich in seinen eigenen großen Transporter setzten und sich auf die 968 Kilometer Reise nach Iffezheim machen. „Sechs Pferde passen da rein, vorne gibt es sechs Schlafplätze und zur Not können wir noch einen Anhänger dran hängen für vier weitere Pferde“, Schleusner ist einer, der alles am liebsten selbst managt und macht. Auf dem Transporter sind Wutzelmann und Apoleon verewigt. Aber Schleusner setzt nicht mehr nur auf die Dauerläufer und Hindernispferde sondern mischt jetzt auch in Zweijährigen-Rennen mit. Deshalb werden die Fahren auch weiter. „Früher bin ich nur im Norden unterwegs gewesen, jetzt fahren wir auch in den Westen und nach Iffezheim“. 

„Wenn man keine Träume hat, dann lebt man nicht mehr. Ob man sich die immer erfüllt, ist eine andere Sache, aber zu träumen ist wichtig“, so Schleusner, deshalb gab es für Herr Juergensen auch im letzten Jahr eine Derby-Nennung. Das hat zwar nicht geklappt, aber es gibt neue Hoffnungsträger im Stall. Denn bei der letzten Herbst-Auktion gelangen ihm gleich zwei Käufe, die sehr versprechend sind. Besonders Nastaria, eine Outstrip-Tochter, die er für 15.000 Euro vom Rennstall Weißmeier erworben hat und im Namen von seiner Tochter läuft, konnte schon überzeugen. Sie war beim Debüt in Köln Zweite, gewann dann in Hamburg und rückte (nach dem positiven Doping-Test von See Hector) sogar auf den 2. Platz im BBAG Auktions-Rennen in Köln vor und hat nun eine Nennung für das Herzog von Ratibor-Rennen, Gr. II, in Krefeld. Auch die vom Gestüt Fährhofer angebotene  Summerwind (Muaarar - Solola), die Schleusner bei der BBAG für 10.000 Euro gekauft hat, ist in Hamburg im Zweijährigen-Rennen als Dritte gut gelaufen und hat eine Nennung für das mit 200.000 Euro dotierte Ferdinand Leisten-Memorial (BBAG Auktionsrennen ) in Baden-Baden.

Natürlich freue er sich über die Erfolge seiner Pferde, so Volker Schleusner, aber eine Sache sei noch wichtiger: Das Feiern! Besonders gerne in Bad Harzburg, aber mittlerweile ist er auch gerne auf anderen Rennbahnen unterwegs: "Hauptsache, man fährt zu den Rennen, sieht seine Kumpel und feiert schön", heißt es, "was da in Köln passiert interessiert mich nicht wirklich." 

 

 

 

 

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