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Viel Schnee in St. Moritz

Strade Kirk (re.) holt sich mit Jakob Broger das Skikjöring. Foto: swiss-image/Andy Mettler

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 554 vom Freitag, 08.02.2019

Der heftige Schneefall der vergangenen Woche erschwerte die Bedingungen am ersten Tag des „White Turfs“ in St. Moritz. Der Boden erwies sich als sehr schwer, was teilweise zu großen Abständen im Ziel führte. Trotz wenig einladender Witterung kamen rund 7.500 Zuschauer auf den St. Moritz-See, sie sorgten für einen Wettumsatz von 49.500 Franken, 4.000 Franken weniger als vor Jahresfrist, als allerdings auch ein Rennen mehr gelaufen wurde. 

Gleich fünf Pferde aus deutschen Quartieren traten im Skikjöring an, doch konnten sie sich nicht entscheidend in Szene setzen. In einer knappen Entscheidung setzte sich auf den letzten Metern der von Miro Weiss trainierte Strade Kirk (Strategic Prince) mit Jakob Broger gegen den von Erich Bottlang gesteuerten Sociopath (Fastnet Rock) durch. Die vorjährige „Königin des Engadin“ Valerie Hollinger wurde mit der mehrfachen Skikjöring-Siegerin Usbekia (Dylan Thomas) Vierte, sie konnte in der Geraden nicht mehr zulegen. Respektabel hielt sich Epako (Jukebox Jury) als Fünfter, die drei Schützlinge von Christian von der Recke waren früh chancenlos. Der Einlauf war eine so große Überraschung, dass nicht einmal das Couplé Gagnant getroffen wurde.

Zweimal traten in entsprechenden Vorbereitungsrennen Kandidaten für den „Grand Prix“ am 17. Februar an: In der 1300-Meter-Prüfung zeigte sich der von Andreas Schärer für Anton und Vreni Kräuliger trainierte Hakam (War Front) unter Clement L’heureux seine Eignung für den Schnee und gewann am Ende souverän. Der sieben Jahre alte Wallach, letzte Saison Gr. III-Sieger in Norwegen, war Anfang Dezember von Christian von der Recke im Auftrag Kräuligers für 30.000 Pfund bei Goffs in Doncaster gekauft worden. Einen englischen Sieg gab es im 1800-m-Rennen, hier setzte sich der von Paul Webber trainierte New Agenda (New Approach) mit Dennis Schiergen im Sattel Start-Ziel durch. Grand Prix-Vorjahressieger Nimrod (High Chaparral) wurde Vierter, war allerdings meilenweit geschlagen.

Für das Hauptereignis des „White Turfs“ bleibt auch Parthenius (Soldier Hollow) im Gespräch. Der einstige Gr. III-Sieger kam im Fegentri-Rennen mit Höchstgewicht auf Platz zwei. Hier kam Mitte der Geraden Lonessa (Areion) unter Alice Bertaux zu Fall, Pferd und Reiterin blieben unverletzt.

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