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Veranstalter suchen die Nischen

"Winterfavorit" Limario - einer der Favoriten im hannoverschen Gruppe-Rennen am Sonntag. www.galoppfoto.de - Frank Sorge

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Turf aktuell

Das Wochenende vor Beginn der „Großen Woche“ in Iffezheim hat es im deutschen Turf-Kalender nicht leicht. Wer jetzt seinen Vollblüter laufen lässt, wird nicht in Baden-Baden mit von der Partie sein. Die Veranstalter in Hannover und Düsseldorf versuchen daher am Sonntag mit ihren Highlights die Nischen zu besetzen, die Galopper anzusprechen, die bei der „Großen Woche“ kein attraktives Betätigungsfeld haben.

Hannover bietet den Mitteldistanzlern des Derby-Jahrgangs mit dem Großen Preis des Audi Zentrums Hannover (Gruppe III, 2000m, 55.000€) die Chance auf einen Gruppe-Erfolg und hat damit eine solche Nische gefunden. Das einzige Gruppe-Rennen auf dieser Distanz in Baden-Baden steht nur den älteren Jahrgängen offen. Neun Galopper, darunter mit dem von Arslangirej Savujev trainierten Tschechen Bathyrhon (Viktor Schulepov) auch ein Gast aus dem Ausland, versuchen am Sonntag, diese Chance im Saisonhöhepunkt des hannoverschen Turf-Jahres zu nutzen.

Gleich vier Starter hatten ihren letzten Auftritt im Deutschen Derby. Der „Winterfavorit“ Limario (Harry Bentley) aus dem Hoppegartener Championstall von Roland Dzubasz schnitt mit Platz 7 am besten aus diesem Quartett ab, die anderen Drei -Nicolosio, Vif Monsieur und Bermuda Reef - endeten abgeschlagen auf den Plätzen 14, 15 und 16. Allerdings korrigierte der von Jens Hirschberger in Mülheim trainierte Vif Monsieur (Koen Clijmans) die schwache Derby-Form anschließend mit einem Sieg auf Listenebene in Düsseldorf, während die anderen Derby-Starter alle zum ersten Mal seit Hamburg laufem. Die Partie gilt unter Experten insgesamt als sehr offen.

In Düsseldorf richtet sich das Hauptrennen, der Große Sparkassenpreis (Listenrennen, 1600m, 30.000€), an die weiblichen Meilenspezialistinnen aller Altersstufen. Zehn Stuten, paritätisch aufgeteilt in fünf Vertreterinnen des Derby-Jahrgangs und fünf ältere Stuten, nehmen auf dem Grafenberg dieses Angebot wahr. Auch hier ist die Ausgangslage unübersichtlich, das Rennen gilt ebenfalls als offen.

Die von William Mongil in Mülheim für das Gestüt Hof Iserneichen trainierte 4jährige Kallisto-Tochter Si Luna (Eddy Hardouin) gewann vor drei Wochen in München ein ähnliches Rennen und könnte erneut an der Reihe sein. Stark empfohlen ist auch die aus dem Frankfurter Quartier von Heinz Hesse anreisende Scoville (Marvin Suerland), die allerdings zuletzt in Frankreich enttäuschte. Von den Stuten des Derby-Jahrgangs ist Gestüt Brümmerhofs Julissima (Stephen Hellyn) aus dem Kölner Quartier von Peter Schiergen zu beachten.

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