Drucken Redaktion Startseite

Turfdonna holt sich überraschend den Sieg im 157. Henkel-Preis der Diana

"Australischer Sieg" im 157. Henkel-Preis der Diana: Eduardo Pedroza steuert die vom Gestüt Auenquelle gezüchtete Doyen-Tochter Turfdonna für Australien Bloodstock als Siegerin ins Ziel. www.galoppfoto.de - Sandra Scherning

Autor: 

Daniel Delius

Das "Rennen des Jahres" in Düsseldorf endete mit einer Überraschung. Die Besitzer der Siegerin kommen aus Australien, der Jockey aus Panama, trainiert wird Turfdonna allerdings in der beschaulichen Ortschaft Spexard bei Gütersloh – ein bunter Hintergrund der Siegerin im 157. Henkel-Preis der Diana (beim Klick auf den Renntitel gibt es alle Infos inkl. Video unter "Renndetails"!), die vor 20.000 Zuschauern auf der Grafenberger Galopprennbahn für eine Überraschung sorgte. Nur wenige hatten die von Eduardo Pedroza gerittene 167:10-Außenseiterin vor dem 2200-Meter-Rennen auf der Rechnung, denn in den Vorbereitungsrennen war sie mehrfach hinter Konkurrentinnen geblieben.

 „Ich war aber schon sehr zuversichtlich“, gab Trainer Andreas Wöhler zu Protokoll. Nightflower (Andrasch Starke) und Amona (Alexander Pietsch) hatten das Nachsehen, eine ganz enttäuschende Vorstellung gab die 37:10-FavoritinLovelyn, die nur Neunte wurde.

Australian Bloodstock heißt der Besitzer von Turfdonna, ein vielköpfiges Syndikat, deren Spione sich Turfdonna nach einem souveränen Sieg im April in Berlin-Hoppegarten in den Notizblock geschrieben hatten. Damals gehörte die dreijährige Stute noch dem Züchtern, dem Gestüt Auenquelle von Karl-Dieter Ellerbracke und Peter-Michael Endres, dem Präsidenten des Düsseldorfer Reiter- und Rennvereins. Die Nummer von Auenquelle wurde gewählt, man wurde sich handelseinig, „denn wenn der Preis stimmt, dann muss man auch verkaufen“, so Ellerbracke. Die Stute wechselte nicht nur den Besitzer, auch den Trainer, es ging zu Andreas Wöhler, den Trainer des Vertrauens der Australier. „Die Stute hat Herz“, sagt dieser, „die Bahn liegt ihr, der Boden war in Ordnung und Eddie hat toll geritten. Alles gut“, fügte Wöhler in der ihm eigenen, trockenen Art an.

Ob er allerdings noch lange Spaß an Turfdonna haben wird, liegt nicht in seiner Hand. „Das wird in Australien entschieden“, sagt er. Von den Anteilseignern war nur der Ire Seamus McPeake vor Ort. „Natürlich ist das Ziel, sie irgendwann in Australien laufen zu lassen, vielleicht wird sie aber auch weitererkauft“, so Wöhler. Ein Pferd als Investment, denn die Doyen-Tochter dürfte ihren Wert mit dem Erfolg noch um ein Vielfaches gesteigert haben.   

Hier geht es zum kompletten Renntag mit allen Rennen und Ergebnissen: Klick!

Verwandte Artikel: