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Stauffenberg ersteigert Salestopper

Der 120.000 Euro-Hengst von Showcasing. Foto: Goffs

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 554 vom Freitag, 08.02.2019

Philipp von Stauffenberg sorgte am Dienstag bei der zweitägigen February Sale von Goffs in Irland für den Höchstpreis, als er einen Jährlingshengst von Showcasing für 120.000 Euro ersteigerte. Er ist der Erstling der Porthilly (Pivotal), die 2016 in Berlin-Hoppegarten den Westminster Fliegerpreis (LR) gewinnen konnte und mehrfach gruppeplatziert war. „Pivotal ist ein hervorragender Mutterstutenvererber, der Cross mit Showcasing könnte ideal sein“, kommentierte Stauffenberg seinen Kauf, „ich musste etwas höher gehen, als eigentlich vorgesehen, aber das ist halt bei den besseren Pferden so.“ Er fügte erwartungsgemäß an, dass der Hengst im Spätsommer oder Herbst erneut in den Auktionsring kommen wird.

Zweimal wurde es in der Sektion der Jährlinge noch sechsstellig. Ebenfalls mit dem Gedanken des Pinhookings im Hinterkopf erwarb Cathy Grassick eine Lope de Vega-Stute aus einer listenplatziert gelaufenen Hussonet-Tochter für 100.000 Euro. Und Azav Ismailov aus Usbekistan, schon in der Woche zuvor in Newmarket sehr rege, kaufte für ebenfalls 100.000 Euro einen Sea The Stars-Sohn aus der Gr. III-Siegerin Fly On The Night (Equiano) aus der Familie des Gr. I-Siegers Owington (Green Desert). Er war einer von sieben Jährlingen, die den Weg nach Usbekistan antreten werden.

Philipp von Stauffenberg hatte nicht nur beidem Showcasing-Hengst den längsten Atem, im mittleren Preisbereich ersteigerte er auch noch für 52.000 Euro, sicherlich auch zum Wiederverkauf, einen Hengst aus dem ersten Jahrgang des Dewhurst Stakes (Gr. I)- und Lockinge Stakes (Gr. I)-Siegers Belardo (Lope de Vega). Er ist Bruder zu zwei Black Type-Pferden. Mit einem Schnitt von 14.930 Euro konnte der Vorjahreswert  bei den Jährlingen um sechs Prozent gesteigert werden, doch blieb die Verkaufsrate von 62% doch unter den Erwartungen. 136 der 216 angebotenen Pferde fanden einen neuen Besitzer. Im unteren Preisbereich waren auch Frank Fuhrmann und Volker Schleusner aktiv, sie erwarben Nachkommen von Anjaal, French Navy, Estidhkaar und Worthadd.

Im Rennpferde- und Stuten-Bereich war es eine zwei Jahre alte Stute von Lawman, die zu einem Zuschlag von 110.000 Euro das teuerste Pferd war. Angekommen von Baroda und Colbinstown Studs ging sie an Trainer Michael O’Callaghan. Ihre Mutter La Divina (Sadler’s Wells) ist eine rechte Schwester der mehrfachen Gr. I-Siegerin Islington und des Gr. I-Siegers Greek Dance. O’Callaghan war für die Moran Stud Farm tätig, das auch für 95.000 Euro die von Kodiac tragende Myopic (Teofilo) ersteigerte.

Bei den Rennpferden wurde Volker Schleusner u.a. bei einer Starspangledbaner-Zweijährigen, einer vier Jahre alten Camacho-Tochter und einer von Galileo Gold tragenden Invincible Spirit-Stute als Käufer notiert. Auch Frank Fuhrmann ersteigerte in diesem Segment zwei Pferde.

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