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Sieben Millionen-Zuschläge, Donjah nicht verkauft

Paris Lights kostete 3,1 Millionen Dollar. Foto: Keeneland

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 694 vom Freitag, 12.11.2021

Zehn Tage wird bei der größten Zuchtauktion der Welt, der Keeneland November Breeding Stock Sale in Lexington/Kentucky auktioniert, am Mittwoch ging es los und wie immer sind die mutmaßlichen Highlights an den ersten Tagen im Ring. „Book 1“ umfasst diesmal nur einen einzigen Tag, in der Vergangenheit ist das Format dieser Auktion ja des Öfteren geändert worden. Mit sieben Zuschlägen von einer Million Dollar und mehr zeigten sich die Verantwortlichen durchaus zufrieden. Insgesamt wurden 118 Pferde für 50,6 Millionen Dollar verkauft, der Schnitt lag bei 429.102 Dollar, rund zehn Prozent mehr als in „Book 1“ des Vorjahres.

Die Salestopperin war die vier Jahre alte Paris Lights (Curlin), die für 3,1 Millionen Dollar an die Spendthrift Farm ging. Sie hat vier Rennen gewonnen, darunter die CCA Oaks (Gr. I), wird jetzt ins Gestüt gehen und als ersten Partner Into Mischief bekommen. Nach Japan geht es für die sechs Jahre alte Pink Sands (Tapit), die sich Masahiro Miki für 2,3 Millionen Dollar sicherte, sie kam tragend von Into Mischief in den Ring. Der Investor war schon am Tag zuvor bei Fasig-Tipton mehrfach im Millionen-Bereich tätig. Seine jüngste Neuerwerbung war Gr. III-Siegerin, ist eine Tochter der Gr.I-Siegerin Her Smile (Include). Tragend von Justify war Satin and Silk (Galileo) im Angebot, eine Vierjährige, die für 1,4 Millionen Dollar an den Agenten Bernie Sams ging. Sie hat in ihrer Karriere bei Aidan O’Brien in Irland bei sechs Starts zwar nur 650 Euro verdient, stammt allerdings aus einer starken Black Type-Familie.

Den höchsten Preis bei den Fohlen erzielte eine Tochter von Frankel, die 800.000 Dollar erlöste und an D Hatman Thoroughbreds ging.

Im Ring war auch die Preis von Europa (Gr. I)-Siegerin Donjah (Teofilo), die über den Consignor Elite angeboten wurde. Die Stute, an der Darius Racing einen 50prozentigen Anteil hält, sollte eigentlich in diesem Jahr noch in den USA an den Start kommen, doch zog sie sich im April eine Trainingsverletzung zu. Sie wurde relativ spät im Jahr von Justify gedeckt, wurde jedoch nicht tragend. Bei 360.000 Dollar verließ sie am Mittwoch unverkauft den Ring, weitere Pläne mit ihr sind noch nicht konkret.

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