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Scheich-Stute gewinnt das letzte Gruppe-Rennen der Saison auf der Neuen Bult

Calipatria mit Gerald Mosse gewinnt den Grossen Preis der Jungheinrich Gabelstapler. www.galoppfoto.de - Sabine Brose

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Turf aktuell

Deutsche Erfolge in Gruppe-Prüfungen auf ausländischen Rennbahnen lassen die Herzen der deutschen Turf-Fans höher schlagen, ausländische Siege in Gruppe-Prüfungen auf deutschen Rennbahnen bewirken das Gegenteil. Nahezu zeitgleich zum Dreifach-Erfolg deutscher Vollblüter im Mailänder Gruppe I-Rennen mussten die Zuschauer auf der Rennbahn in Hannover den Sieg der einzigen Gaststute im Großen Preis Jungheinrich-Gabelstabler (Gruppe III, 2200m, €55.000) miterleben. Die in Frankreich von Henri Alex Pantall trainierte 5jährige Stute Calipatria war zu stark für ihre zehn deutschen Konkurrentinnen. Mit Gerald Mosse im Sattel konnte die im Besitz von Sheikh Mohammed al Maktoum stehende Shamardal-Tochter nach ihrem Düsseldorfer Erfolg auf Listenparkett jetzt in Hannover auch auf Gruppe-Ebene punkten. Die als Co-Favoritin angetretene Französin kam nach einem Rennen in hinteren Regionen in der Zielgerade schwungvoll ins Vordertreffen und setzte sich in der Endphase klar ab. Die 25:10-Favoritin Waldtraut (Jozef Bojko) endete hinter der Görlsdorferin Berlin Berlin (Johan Victoire) nur auf dem dritten Rang. Die formkonstante Brümmerhoferin muss somit weiterhin auf ihren ersten Gruppe-Sieg warten. Auch die Platzierung hing diesmal am seidenen Faden. Nur eine Nasenspitze betrug Waldtrauts Vorsprung im Ziel auf die Schlenderhanerin Imagery (Adrie de Vries), die lange Zeit für das Tempo verantwortlich gezeichnet hatte.

Im zweiten Highlight des Tages, dem mit 52.000 Euro dotierten Auktionsrennen für den Derby-Jahrgang auf der 2000m-Distanz, der als Großer Preis der Neuen Presse gelaufen wurde, schaffte der in Mülheim ansässige Neu-Trainer William Mongil, der den Stall seines vormaligen Arbeitgebers Werner Baltromei nach dessen Tod übernommen hatte, mit dem 23:10 Favoriten Kassiano einen ersten wichtigen Treffer in Deutschland. Unter Gerald Mosse war Kassiano bei seinem ersten Rennbahnauftritt in Deutschland - der Soldier Hollow-Sohn war bislang ausschließlich auf französischen Rennbahnen im Einsatz gewesen - ein sehr souveräner Sieger, der das Paar aus dem Warendorfer Stall von Paul Harley, Santarius (Dane O’Neill) und Wellkanto (Kieran O’Neill) leicht auf die Plätze verwies.

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