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Salut sorgt mit standesgemäßem Pflichtsieg für den 50. Sattelerfolg von Amateurchampion Dennis Schiergen

Gestüt Bonas Salut Foto: Turf Aktuell

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Turf aktuell

Zwei Trainer schafften am sonntäglichen Sandbahnrenntag in Dortmund-Wambel Doppelsiege und prägten damit den nicht gerade vom Wetter verwöhnten Renntag. Unterschiedlicher könnten die beiden Erfolgreichen allerdings kaum sein. Der eine, der in Köln ansässige 46jährige Ex-Champion Peter Schiergen, repräsentiert den „großen Sport“ der Gruppe-Rennen und ist alles andere als ein Stammgast bei den Sandbahnrennen im Winter. Der andere, der im niedersächsischen Twenge unweit der Hannoverschen Rennbahn tätige Karl Demme, passt weit besser zu den Winterrennen, ist er doch mit einem kleinen Lot an Vollblütern meist nur in sportlich wenig anspruchsvollen Prüfungen vertreten.

Schiergen bot in Dortmund den im Besitz des Gestüts Bona stehenden 4jährigen Hengst Salut auf. Der schon auf ganz anderem sportlichen Parkett erfolgreich gelaufene Lomitas-Sohn absolvierte einen Test für das bevorstehende Galoppmeeting in der Schweiz, wo Salut als Kandidat für den Grand Prix von St. Moritz gilt. Ob der leichte Pflichtsieg in Dortmund, den Salut als 10:10 Favorit mit viereinhalb Längen Vorsprung vor dem England-Import Derapour (Alexander Pietsch) bei dessen Deutschland-Debüt unter Dach und Fach brachte, Aufschluss über die Chancen in St. Moritz bietet, darf bezweifelt werden, aber immerhin hat der Hengst nach fünf Monaten Pause wieder einmal Rennbahnluft geschnuppert. Für seinen Reiter, den 17jährigen amtierenden Amateurchampion Dennis Schiergen, war der Sieg dennoch etwas Besonderes, markierte dieser Erfolg doch seinen 50. Sieg im Rennsattel.

Auch der zweite Schiergen-Treffer des Dortmunder Nachmittags, den der 5jährige Wallach Erlian im abschließenden Rennen des Tages schaffte, war für die Reiterin in seinem Sattel ein markantes Ereignis. Die als Auszubildende am Schiergen-Stall beschäftigte 20jährige Malika Fehr absolvierte ihren ersten öffentlichen Ritt auf einer Rennbahn und konnte dabei gleich den ersten Erfolg feiern, wobei sie von der klaren Überlegenheit ihres Pferdes profitierte.

Bei beiden Erfolgen für Karl Demme saß mit Maxim Pecheur ein weiterer Nachwuchsjockey im Sattel. Der 21jährige gebürtige Pforzheimer, der seine Ausbildung am Championstall von Christian von der Recke absolviert hat, punktete in Dortmund zunächst mit dem Demme-Schützling Sir Rarely in einem Handicap der unteren Kategorie. Anschließend war er mit dem Seriensieger Kronerbe auch im mittleren Handicap erfolgreich. Start-Ziel steuerte er den am Sonntag bereits zum vierten Mal in diesem Sandbahnwinter erfolgreichen 5jährigen Hengst zum Erfolg vor Mariston (Cecilia Müller) und dem Außenseiter Raise A Smile (Alexander Pietsch). Erstmals kam der Königstiger-Sohn dabei nicht auf Fliegerdistanz, sondern auf der verlängerten Meile zum Zug und war auch durch Eskapaden vor dem Start (er hatte Pecheur abgesetzt und sich etwas Extra-Auslauf verschafft) nicht vom erneuten Volltreffer abzuhalten. Doch mit diesen beiden Siegen war Pecheurs Erfolgshunger noch nicht gestillt. In einem Steherhandicap der unteren Kategorie konnte er nach einem überlegten Ritt auf dem von Viktor Molls trainierten Sagawing noch einen dritten Tagessieg draufsetzen.

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