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Rennen ab dem 1. Mai?

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 612 vom Freitag, 03.04.2020

Das Präsidium des Galopper-Dachverbandes will an diesem Freitag einen vorläufigen Zeitplan für die Rennveranstaltungen in den kommenden Monaten beschließen. Sicher ist, dass es im April wegen des Coronavirus keine Rennen mehr geben wird. Ab dem 1. Mai sollen dann bis Mitte Juni 20 bis 23 Renntage ausgeschrieben werden, stets als Solo-Renntage, möglichst regional verteilt, Parallelveranstaltungen wird es nicht geben. Bis auf Weiteres werden dann alle Renntage vor leeren Rängen stattfinden.

Wenn denn die lokalen Behörden mitspielen, wird der erste dieser Geisterrenntage am 1. Mai in Hannover über die Bühne gehen, am 3. Mai tritt dann Köln auf den Plan, tags darauf steht ein PMU-Renntag in Dortmund im Kalender. Die Gruppe-Rennen sollen nachgeholt und umgeschichtet werden. So ist geplant, das Bavarian Classic am 1. Mai in Hannover laufen zu lassen, das Busch-Memorial könnte seinen Platz eine gute Woche später finden, allerdings nicht in Krefeld. Unverändert steht auch das Iffezheimer Frühjahrs-Meeting im Kalender, möglicherweise aber in verkürzter Form. Auch dieses publikumsträchtige Ereignis würde im Zweifel ohne Zuschauer über die Bühne gehen.   

In jedem Fall wird es Rennpreiskürzungen geben, linear, von Gruppe-Rennen bis zum unteren Ausgleich. Präzisiert wurde dies bei der virtuellen Pressekonferenz des Dachverbandes am Dienstag jedoch nicht, wie ohnehin die Verbandsoberen logischerweise wenig präzise Zukunftsszenarien liefern konnten. Einhellig herrschte die Meinung vor, dass wenn die Fußball-Bundesliga ab Anfang Mai Geisterspiele durchführen würde, dies dem Pferderennsport nicht verwehrt werden könnte. Sicherheit dürfte man diesbezüglich aber erst ab Ostern haben.

Bereits gezahlte Nenngelder für Gruppe- und Auktionsrennen sind auf Treuhandkonten der Rennvereine hinterlegt, sie werden bei Nichtaustragung der Rennen zurückgezahlt. Die Nennungsschlüsse für Grupperennen bleiben bestehen, allerdings wird derzeit kein Rennen geschlossen, es werden auch keine Nenngelder belastet.

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