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Rekordpreis auch bei Osarus

Die Schwester der Gr. II-Siegerin Soffia brachte 170.000 Euro. Foto: Osarus

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 584 vom Freitag, 06.09.2019

Der positive Trend auf Europas Jährlingsauktion hielt auch Mitte der Woche im französischen La Teste de Buch an, wo das Auktionshaus Osarus, bei dem Tattersalls inzwischen einen signifikanten Anteil hält, seine zweitägige Versteigerung auf der dortigen Rennbahn durchführte. Wie in Doncaster und Iffezheim gab es einen neuen individuellen Auktionsrekord, als eine vom Haras de Montaigu angebotene Myboycharlie-Tochter für 170.000 Euro an Nicolas de Watrigant von Mandore International gegen Jean-Claude Rouget als Unterbieter verkauft wurde. Ihr ohnehin schon starkes Papier war in den vergangenen Monaten noch durch ihre Schwester Soffia (Kyllachy) aufgewertet worden, sie hat aktuell die Sapphire Stakes (Gr. II) und die Ballyogan Stakes (Gr. III) gewonnen. Montaigu behält einen Anteil an ihr, sie wird eine Box bei Trainer Frederic Rossi beziehen.

Eine Bated Breath-Tochter mit deutschem Hintergrund ging für 105.000 Euro an Ghislain Bozo von Meridian International. Die Schwester des versprechenden Aramhes (Kendargent) stammt aus der Anjella (Monsun), Dritte im Ratibor-Rennen (Gr. III) und Vierte im Preis der Winterkönigin (Gr. III) aus der Familie des aktuellen Zukunfts-Rennen (Gr. III)-Siegers Alson (Areion). Mandore International zeichnete auch als Käufer eines Shalaa-Hengstes aus einer Kingmambo-Stute, er wurde im Nachverkauf für 100.000 Euro abgegeben. Ein Kendargent-Sohn aus der Prix Vermeille (Gr. I)-Siegerin Pearly Shells (Efisio), die für Andreas Putsch‘ Haras de Saint-Pair in bereits mehreren Generationen erstklassige Nachkommen hatte, ging für 80.000 an die MAB Agency. Putsch war erstmals Anbieter bei Osarus. Über den Agenten Tomas Janda erwarb Westminster Racehorses für 16.000 Euro eine Literato-Stute, rechte Schwester des mehrfachen Siegers Larry.

Das Gesamtergebnis konnte trotz des individuellen Rekordes nicht ganz mit dem Vorjahr mithalten. Von den 257 vorgestellten Jährlingen wechselten 200 für 4.091.000 Euro den Besitzer. Der Schnitt pro Zuschlag von 21.056 Euro lag unter dem von 2018, damals waren es 22.936 Euro gewesen.

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