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Rekord bei Magic Millions

1,8 Millionen A-Dollar kostete dieser Exceed and Excel-Sohn. Foto: Magic Millions

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 601 vom Freitag, 17.01.2020

Australien ist seit Wochen wegen seiner verheerenden Brände in den internationalen Schlagzeilen, doch Rennsport und Auktionen nehmen bs auf wenige Renntagsabsagen nahezu unverändert ihren Fortgang. Der erste wichtige Termin des Jahres ist stets die Magic Millions Yearling Sale in Gold Coast in Queensland, die über sechs Tage ging, wobei „Book 1“ gleich vier Tage umfasste. Die relevanten Kennziffern dieser wichtigen Auktion waren besser als die aus dem Vorjahr, was nicht unbedingt erwartet war, da doch eine Reihe von „Highrollern“ nicht dabei war. Dazu zählte auch Phoenix Thoroughbreds, das ins Gerede geratene Unternehmen, das noch im vergangenen Jahr mit Partnern Jährlinge für fünf Millionen A-Dollar gekauft hatte. Auch Shadwell Australasia war diesmal nicht am Ring vertreten.

Am Ende summierte sich in „Book 1“ jedoch ein Umsatz von 177.407.000 A-Dollar bei 709 von 811 verkauften Pferden. Der Schnitt pro Zuschlag lag bei 250.221 A-Dollar (ca. €154.000), ein Plus von vier Prozent gegenüber 2019, ein Rekord für diese in den letzten Jahren so stark gewachsenen Auktion. Australien ist weltweit fraglos eines der stabilsten Länder, was die wirtschaftliche Lage von Rennsport und Zucht anbetrifft, ungeachtet aller Schwierigkeiten in der Region.  

Der Salestopper war mit einem Zuschlag von 1,9 Million A-Dollar (ca. €1.175.000) ein Sohn des bereits eingegangenen japanischen Star-Deckhengstes Deep Impact, der an Ottavio Galletta ging, der sich durch den in Sydney ansässigen Trainer Richard Litt vertreten ließ. Das Arrowfield Stud von John Messara war der Anbieter des einzigen Nachkommens seines Vaters auf dieser Auktion. Er ist Erstling der Widden Stakes (Gr. III)-Siegerin Honesty Prevails (Redoute’s Choice) aus der herausragenden Familie des amerikanischen Cracks A.P. Indy. 1,8 Millionen A-Dollar erlöste ein Sohn des seit Jahren so erfolgreichen Darley-Hengstes Exceed and Excel. Die teuerste Stute war eine Tochter von Written Tycoon (Iglesia), die für 1,5 Millionen A-Dollar an den Agenten Sheamus Mills ging. Die Mutter Karuta Queen (Not A Single Doubt) war Gr. III-Siegerin, sie hat bereits eine Listensiegerin von Sebring auf der Bahn.

Insgesamt zehn Lots wurden zu einem siebenstelligen Betrag zugeschlagen. Bei den Vätern lag in der einschlägigen Statistik I Am Invincible vorne, 42 seiner Nachkommen wurden zu einem Schnitt von 482.024 A-Dollar verkauft. Dahinter folgten Exceed and Excel, Not A Single Doubt und der US-Shuttlehengst American Pharoah.

Hawkes Racing, eine Trainerpartnerschaft von John Hawkes und seiner Söhne Michael und Wayne, war mit 17 Lots für 7.465.000 A-Dollar der umsatzstärkste Käufer, auch Trainerin Gai Waterhouse, James Harron Bloodstock, Aquis Racing und Coolmore Australia in Person von Tom Magnier griffen teilweise tief in die Tasche. Godolphin ersteigerte sechs Jährlinge für etwas mehr als drei Millionen A-Dollar. Gefragt waren auch die australischen Jährlinge des ansonsten in Frankreich im Haras de Bouquetot stehenden Shalaa. 23 seiner Nachkommen wechselten zu einem Schnitt von 250.217 A-Dollar den Besitzer.

Auch in „Book 2“, in Umfang und Standard ein gutes Stück niedriger angelegt, gab es ein ausgezeichnetes Ergebnis zu verzeichnen. Der Schnitt pro Zuschlag lag bei etwas mehr als 78.000 A-Dollar, fast zwanzig Prozent besser als 2019. Hier führte ein Sohn von Iffraaj die Verkaufsliste an.

Durch zahlreiche Spendenaktionen, die teilweise auch an Jährlingsverkäufe gekoppelt waren, kamen 1,1 Millionen A-Dollar für die Opfer der Buschfeuer zusammen.

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