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Rekord für Adlerflug-Sohn aus der Zucht von Erika Buhmann

Der Adlerflug-Sohn im Ring von Doncaster. Foto: Goffs UK

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 719 vom Freitag, 20.05.2022

Wenn Erika Buhmann das noch erlebt hätte: Vor zwei Jahren ist sie im Alter von 97 Jahren verstorben, über viele Jahrzehnte hatte sie die Geschicke des von ihrem Mann gegründeten Gestüts Evershorst mitgestaltet und begleitet. Stets hatte sie eine Mutterstute in ihrem Besitz, das Highlight als Züchterin war natürlich der zweifache „Galopper des Jahres“ Iquitos (Adlerflug). Das letzte Pferd, das sie gezogen hatte, war der 2019 geborene Ingraban (Adlerflug), ein Sohn der Listenzweiten Inanya (Areion).

Als Jährling kam dieser unter dem Label des Gestüts Etzean bei derBBAG in den Ring, wurde für 19.000 Euro an Chris und Claire Bonner aus England verkauft. Am Montag, dem ersten von vier Tagen der Auktion im englischen Doncaster, wurde er bei der Spring Store Sale erneut versteigert: Bei 200.000 Pfund fiel der Hammer, Rekord für einen „Store“, ein dreijähriges Pferd mit dem Ziel Hindernissport. Die ehemalige Trainerin Henrietta Knight bekam im Auftrag von Michael Grech den Zuschlag. Die Bonners sind eher seltene Gäste in Iffezheim, Ingraban war ihr bisher letzter Kauf dort, wie sie überhaupt beim Pinhooking mit jungen Pferden noch nicht so viel Glück entwickelt haben. Die letzten Jahre verbrachte der dort zum Wallach beförderte Ingraban in Irland. Henrietta Knight kündigte an, das Pferd umgehend einreiten zu lassen, wer der künftige Trainer sein wird, ist noch unklar. „Ich mag die deutschen Pedigrees, sie sind stark und die Zucht ist sehr strikt“, fügte sie an.

Knight erwarb an den beiden Tagen der Spring Store Sale auch das drittteuerste Pferd, für 155.000 Pfund einen in Frankreich gezogenen Gris de Gris-Wallach. Etwas teurer war ein Walk in the Park-Sohn, er ging für 175.000 Pfund in den Stall von Trainer Paul Nicholls. Von 272 vorgestellten Dreijährigen wurden 226 zu einem Schnitt von 31.679 Pfund verkauft.  

Am Mittwoch und Donnerstag kamen dann in Doncaster Point-to-Pointer und Pferde im Training unter den Hammer.  Immerhin sieben Pferde wurden zu einem sechsstelligen Preis verkauft, an der Spitze mit 250.000 Pfund der vier Jahre alte Porthill (Flemensfirth), der eine Box bei Trainer Willie Mullins beziehen wird. Er war bei seinem bislang einzigen Start Zweiter in Fairyhouse gewesen. In Großbritannien blieben hingegen ein 185.000 Pfund teurer Coastal Path-Sohn, der zu Jamie Snowden geht, und ein Dylan Thomas-Wallach, der für 135.000 Pfund in den Stall von Lucinda Russell wechselte.

Am Ring war auch Trainer Christian von der Recke, auf den drei Pferde geschrieben wurden. Der fünf Jahre alte Cabot Cliffs (Gleneagles), den bisher Dan Skelton trainierte, kostete 12.000 Pfund, der ein Jahr ältere Metal Man (Australia) wurde für 5.500 Pfund gekauft. Für Trainer Mario Megsner wurde der fünf Jahre alte Franky Mr Shankly (Maxios) für 10.000 Pfund erworben. Der Sohn der Four Roses (Darshaan) ist ein Sieger aus der Stauffenberg-Zucht.

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