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Protektionismus bei JRH Select Sale

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 352 vom Donnerstag, 29.01.2015

Die Japan Horse Racing Association wird in diesem Jahr keinen ausländischen Anbietern gestatten, Fohlen auf der JRHA Select Sale im Juli in den Ring zu schicken. Das ist eine Rückkehr zu früheren, protektionistischen Zeiten, zumindest auf dieser Auktion, denn unverändert können Nicht-Japaner bei den Jährlingsauktionen Pferde anbieten. Im vergangenen Jahr war ein von Qatar Bloodstock vorgestelltes Stutfohlen aus dem ersten Jahrgang von Frankel durch den Ring gegangen und für 96 Millionen Yen (ca. €725.000) an Toshio Terada verkauft worden – zumindest dieser Anbieter ist 2015 nicht zugelassen.

Zu den Verkäufern von Fohlen zählten bislang auch in Japan angesiedelter Ableger von Farmen aus Kentucky und auch dieNiarchos-Familie. Die jetzt getroffene Maßnahme soll, so ein Sprecher der JRHA „ein Markt für japanische Züchter“ sein. Japan war jahrzehntelang ein sehr restriktives Land gewesen, was Vollblutimporte anbetraf.

Erst in den letzten Jahrzehnten hat man sich sukzessive geöffnet, hat mehr ausländische Starter in großen Rennen zugelassen und auch gestattet, dass etwa Besitzer aus dem Mittleren Osten dort Pferde im Training haben können. Einher gegangen ist ein enormer Aufschwung von Rennsport und Zucht. 

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