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Post aus Prag: Zweiter aus der Midlands Grand National kommt nach Pardubitz

Eine Szene aus der Großen Pardubitzer 2021. www.galoppfoto.de - Petr Guth

Autor: 

Martin Cáp

TurfTimes: 

Ausgabe 737 vom Freitag, 23.09.2022

Siebzehn Nennungen kamen am Donnerstag für die 132. Große Pardubitzer (6900 m, ca. 202.700 Euro), die am Sonntag den 9. Oktober gelaufen wird, zusammen. Nach mehreren Jahren Pause sieht es nach einer Teilnahme eines irischen Pferdes aus, denn Denis Hogan hatte den 8-jährigen Schimmel Young Dev (Fracas) aus dem Besitz von Liam Mulryan genannt. Für den Zweiten aus der diesjährigen Midlands Grand National in Uttoxeter wird es der erste Start seit Mitte April sein. Der slowakische Trainer Jaroslav Brecka will wieder mit dem von Theo Hodinius gezüchteten Kaiserwalzer (Wiener Walzer) und dem aus Görlsdorfer Zucht stammenden Star (Sternkönig) angreifen.

Gut aufgestellt ist auch der italienische Besitzer Josef Aichner, der die Mehrzahl seiner Pferde von Josef Vána jr. trainieren lässt. Vom großen Bestand der schwarz-gelben Farben sollten der auf der französischen Cross Country-Szene etablierte Brunch Royal (Sunday Break) und die einstige Siegerin der polnischen Oaks Santa Klara (So You Think) laufen. Von der tschechischen Spitze fehlt nur der verletzte Theophilos (Elusive City), genannt sind sowohl der Vorjahressieger Talent (Egerton), als auch der inzwischen 13-jährige No Time To Lose (Authorized), der sich das Rennen vor fünf Jahren holte.

Bei den Nennungen für das Rahmenprogramm am zweiten Oktober-Sonntag in Pardubitz ist allerdings die derzeitige ökonomische Krise und Mangel an guten Hindernispferden zu spüren. Alle fünf restlichen Rennen der höchsten Kategorie bleiben offen, das zweitgrößte Rennen des Tages Elbe-Preis (5200 m, ca. 28.300 Euro) hat nur fünf Nennungen, mehr als neun potentielle Starter kann nur die Steeplechase Cross-Country der III. Kategorie über 4600 Meter aufweisen, für die vierzehn Starter in Frage kommen.

An diesem Wochenende werden gleich mehrere Top-Rennen in der Region gelaufen. In Warschau geht mit der international besetzten Wielka Warszawska das größte Rennen der Herbstsaison über die Bühne, Deutschland wird von Nania (Jukebox Jury) mit Michal Abík vertreten. In Bratislava wird der Derbysieger Gasparini (Eagle Top) im Slowakischen St. Leger um seinen dritten klassischen Erfolg kämpfen und die Hindernisszene wird nach Meran schauen, wo sich L’Estran (Linda’s Lad) mit Josef Bartos mit dem vierten Sieg hintereinander in die Geschichtsbücher einschreiben wollen.

In der letzten Woche war es auch deshalb etwas ruhiger auf den hiesigen Rennbahnen. In Karlsbad wurde der Preis der Winterkönigin (1600 m, ca. 22.300 Euro) gelaufen, der mit einen weiteren Zuchterfolg des Gestüts Napajedla endete. Die bereits bei ihrem Debüt viel Potential zeigende Willemine (Pouvoir Absolu), eine Tochter der einstigen Top-Sprinterin Waka Laura (Windsor Knot) aus dem Stall Lokotrans, hatte mit Martin Laube auf der weichen Bahn keine größere Probleme und schlug sicher um 1 1/2 Längen die gut in Schwung gekommene Shining Sky (Pedro The Great). Die Favoritin Niamhtree (New Bay) belegte den dritten Platz.

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In Warschau trafen sich einige bessere Stuten im Nagroda Rzeki Wisly (2000 m, ca. 8.000 Euro), das wie erwartet vom Stall Westminster Race Horses des Besitzers Marian Ziburska beherrscht wurde. Allerdings mit der zweiten Farbe, denn die Favoritin Lady Jaguar (Champs Elysees) musste sich mit dem dritten Rang zufrieden geben. Sie wurde aber von ihrer  Stallgefährtin Virago Westminster (Mastercraftsnan) vertreten. Die 4-jährige Schimmelstute gewann unter Alexander Reznikov Start-Ziel um eine Länge vor Chibani (Wings of Eagles).

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Martin Cáp, Prag

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