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Post aus Prag - Westminster räumt groß in Warschau ab

Ariolo - nach Tschechien verkauft und jetzt ins Prager Derby. www.galoppfoto.de - Sabine Brose

Autor: 

Martin Cáp

TurfTimes: 

Ausgabe 723 vom Freitag, 17.06.2022

Insgesamt vier Nachnennungen wurden beim letzten Streichungstermin am Donnerstag für das Tschechische Derby, das am 26. Juni in Prag gelaufen wird, abgegeben. Eine von ihnen ist der ehemalige Schützling von Markus Klug Ariolo (Reliable Man), der nun von Josef Vána für den Stall Joly des Besiters Jirí Odcházel trainiert wird. Der Vierte aus dem Dr. Busch-Memorial ist mit seiner GAG Marke 89,5 kg der höchsteingeschätzte von den 19 verbleibenden Kandidaten. Mit Well Prepared (Protectionist) und Apollon (Soldier Hollow) sind noch zwei weitere Hengste aus deutscher Zucht mit von der Partie, die Stute Korvette (Lord Of England) wird es wahrscheinlich aufgrund ihrer Handicap-Marke nicht unter die 16 Starter schaffen.

In Warschau wurdem am letzten Samstag klassische Trials auf der Distanz 2200 Meter gelaufen. Dem Stall Westminster Race Horses von Marian Ziburske ist das Kunststück gelungen, sowohl unter den Hengsten, als auch unter den Stuten die ersten zwei Pferde im Ziel zu stellen. Im Nagroda Iwna (2200 m, cs. 14.800 Euro) setzte sich Kaneshya (Hunter’s Light) mit Stefano Muro sicher um 1 1/4 Längen vor dem Stallgefährten Matt Machine (Outstrip) durch, der dritte Platz ging an El Corazone (Dandy Man). 

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Und auch im Nagroda Soliny (2200 m, ca. 9.200 Euro) konnte sich Ziburske über ein ähnliches Resultat freuen. Die von Anton Turgaev gerittene und von Piotr Piatkowski trainierte Lady Iwona (Nathaniel) kam zu einem leichten Erfolg um 2 1/2 Längen, dahinter folgte Lady Jaguar (Champs Elysees) und Westminster holte ich auch noch den vierten Platz mit Westminster Cat (Alhebayeb), dazwischen kam nur die dritte Iva Grey (The Grey Gatsby).

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Zu einem dramatischen Zwischenfall kam es im Nagroda Haracza (1400 m, ca. 8.100 Euro). In der Zielgeraden stolperte der beste polnische Meiler der letzten Saison Timemaster (Mukhadram), sein Reiter Martin Srnec kam zu einem Fall, wobei hinter ihm noch drei Gegner galoppierten. Der in Polen ständig reitende Tscheche musste ins Krankenhaus, er befindet sich aber bereits auf gutem Weg der Besserung. Den Sieg holte sich Emiliano Zapata (Garswood) mit Kamil Grzybowski, der um 1 3/4 Längen Power Barbarian (New Approach) und Zanzily Passion (Zanzibari) schlug.

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In Budapest holte sich wieder einmal ein im Lande gezogenes Pferd ein besseres Rennen. Der vierjährige Shy Boy (Move Your Vision) marschierte mit Rebeka Gönczi zu einem sicheren Sieg im Dióspusztai Díj (2000 m, ca. 3.500 Euro). Zweiter wurde Copadelmundo (Mustajeeb) vor Avoiding Water (Sidestep).

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Der tschechische Rennsport freute sich am Dienstag über den erst dritten Start beim Royal Ascot in der Geschichte. Der Top-Sprinter Ponntos (Power) trat in die Fußstapfen von Darsalam (Desert King) und Nagano Gold (Sixties Icon) und versuchte sich mit Tomás Lukásek gegen Nature Strip und weitere Sprintgrößen im King’s Stand Stakes. Der Gruppe 3-Sieger aus Longchamp zeigte die schnellste Startreaktion und bestimmte in der ersten Hälfte des 1000-m-Rennens die Pace, in den letzten 400 Metern konnte er aber nicht mit den Besten mithalten und belegte den dreizehnten Platz.

Das einheimische Renngeschehen war in der letzten Woche eher bescheiden, das einzige bessere Rennen wurde am Sonntag in Most gelaufen. Im Cena jezdectvi – Cena spolecnosti Tipsport (1400 m, ca. 6.000 Euro) wurde der einzige Dreijährige im Felde, der dritte aus den 2000 Guineas Arkhangelsk (Acclamation) aus dem Stall von Konstantin Kobzarev, seiner Favoritenrolle gerecht und gewann mit Lucie Fialová sicher um 1 1/4 Längen. Auf den Plätzen landeten Matello (Intello) und Royal Town (Wootton Bassett).

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 Martin Cáp, Prag

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