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Post aus Prag - No Time To Lose überrascht in Pardubitz

No Time to Lose kommt in Pardubitz als Außenseiter zum Erfolg. Foto: Bohumil Krizan / offiziell

Autor: 

Martin Cáp

TurfTimes: 

Ausgabe 670 vom Freitag, 28.05.2021

Die Saison der Frühjahrsklassiker wurde am vergangenen Wochenende traditionell in Warschau abgeschlossen. Die polnischen 1000 und 2000 Guineas wurden wieder von Westminster unterstützt und beide hatten leichte Sieger. Unter den Stuten im Nagroda Westminster Wiosenna (1600 m, ca. €13.500) setzte sich die von Adam Wyrzyk trainierte Wedding Ring (Holy Roman Emperor) im Stil eines besseren Pferdes durch. Nach einem geduldigen Ritt von Szczepan Mazur beschleunigte die in Scheuklappen laufende Stute des Stalles Singha gerade dort, wo es in der langen Zielgeraden der Rennbahn Sluzewiec wichtig ist und kam trotz immer noch etwas grün wirkenden Aktion locker nach Hause. Drei Längen hinter der Siegerin wurde Lagerta Rhyme (Gutaifan) ähnlich überlegen Zweite, der dritten Kabula (Fast Company) fehlten bereits weitere 4 1/2 Längen.

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Im Nagroda Westminster Rulera (1600 m, ca. €15.800) kamen nur sechs Pferde auf den Ablauf. In einem nicht besonders schnellen Rennen kam es am Schluss zu einer Überraschung, als der Außenseiter Young Thomas (Dariyan) unter Martin Srnec auf der Außenspur viel Boden gut machte und im Handgalopp um 3 Längen gewann. Hinter dem von Krzystof Ziemianski für den Stall Borussia trainierten Hengst, schnappte sich Quibou (Air Chief Marshal) das zweite Platzgeld vor Guitar Man (Galileo).

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Auf der Budapester All-weather Bahn kam der 9-jährige Haudegen Báthory (Prometheus) einmal mehr zu einem Erfolg gegen jüngere Gegner. Der Schützling von Sándor Kovács setzte sich im Szenttamási Díj (1400 m) nach einem idealen Rennverlauf von zweiter Position in der Zielgeraden locker ab und István Kozma musste nicht viel machen, um den Sieg vor Dante’s Peak (Harbour Watch) und dem Favoriten Silver Pepper (Silver Frost) zu verteidigen.

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Für gute Laune auf der Rennbahn Kincsem Park sorgte auch die Nachricht aus Rom, dass die fünfjährige Crushing Power (Foxwedge) den zweiten Platz im Premio Tudini (Gr.3, 1200 m) holte und somit zu einem weiteren Blacktype-Pferd in der Obhut von Trainer Gábor Maronka avancierte.

Mit der ersten Qualifikation für die Große Pardubitzer (5800 m, ca. €7.900) öffnete auch die größte tschechische Hindernisbahn zum ersten Mal ihre Pforten, wobei auch eine begrenzte Anzahl von Zuschauern zugelassen war. Obwohl im Starterfeld gleich drei Sieger der Großen Pardubitzer waren, ging als Favorit das 7-jährige Talent Evzen (So You Think) an den Start. Alle 14 Pferde kamen ohne große Zwischenfälle ins Ziel und qualifizierten sich für den Saisonhöhepunkt, mit dem Sieg von No Time To Lose (Authorized) haben aber nur die Wenigsten gerechnet. Der 12-jährige Wallach zeigte unter Ondrej Velek wieder seine Affinität zu weichem Boden und kehrte nach drei Jahren wieder auf die Siegerstraße zurück. Mit Sztorm (Enjoy Plan) endete auch auf dem zweiten Platz ein unterschätzter Oldie, dahinter folgten dann Casper (Martaline), Player (Moonjaz) und Theophilos (Elusive City), auf dessen Fell noch der lange Winter bemerkbar war.

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Martin Cáp, Prag

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