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One World überrascht im Sun Met

One World (re.) setzt sich im Sun Met knapp gegen Rainbow Bridge durch. www.galoppfoto.de - JJ Clark

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 604 vom Freitag, 07.02.2020

One World (Captain Al) war am Samstag in Kenilworth der etwas überraschende Sieger im Sun Met (Gr. I), dem über 2000 Meter führenden wichtigsten Rennen der Saison in Südafrika. Marthinius Byeleveld ritt den vier Jahre alten Hengst für Trainer Vaughan Marshall zu einem knappen Sieg gegen den Vorjahressieger Rainbow Bridge (Ideal World), für den Ryan Moore eingeflogen wurde, der Favorit Hawwaam (Silvano), vor kurzem noch als das neue Ausnahmepferd des Landes angesehen, wurde in den Shadwell-Farben schon etwas deutlicher zurück Dritter, fand aber auch erst spät ins Rennen. One World war mit einem zweiten Platz in der Queen’s Plate (Gr. I) im Gepäck an den Start gekommen, schon da war er vor Rainbow Bridge und Hawwaam gewesen, kam aber jetzt zum Kurs von 15:1 zu relativ hoher Quote an den Start. Der damalige Sieger Vardy (Var) wurde diesmal nur Sechster.

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One World hat einen europäischen Hintergrund, denn seine Mutter Aquilonia (Giant’s Causeway) wurde 2006 bei Tattersalls in Newmarket nach Südafrika verkauft. Ihre Mutter ist eine Schwester der Prix de Diane (Gr. I)-Siegerin Caerlina (Caerleon), zu deren Nachkommen in zweiter Generation der Gr. I-Sieger und Nachwuchsdeckhengst Al Wukair (Dream Ahead) gehört.

Im Rahmenprogramm wurden zwei hochdotierte Auktionsrennen für Dreijährige gelaufen, das CTS 1600 und das CTS 1200. Startberechtigt waren ausschließlich Pferde, die bei der Cape Thoroughbred Sales durch den Ring gegangen sind. Das CTS 1600 über die Meile ging an Count Jack (Jackson), der einer irisch-amerikanischen Besitzergemeinschaft gehört, dazu zählen auch die Agenten Mick Flanagan und Ross Doyle. Das Preisgeld betrug fünf Millionen Rand (ca. €300.000), womit das Rennen mit dem CTS 1200 das höchstdotierte in Afrika ist. Noch im vergangenen Jahr gab es auch im Sun Met diese Börse zu gewinnen, doch wurde dieses Rennen auf drei Millionen Rand zurückgefahren. Die Lage im Rennsport in Südafrika ist derzeit nicht ganz so einfach.

Count Jack wird von Brett Crawford trainiert, im Sattel saß Pierre Corne Offer. Mit Sachdev wurde ein Sohn des Maine Chance-Hengstes Silvano (Lomitas) Zweiter. Das CTS 1200, das logischerweise über 1200 Meter ging, gewann Invidia (Twice Over) vor Cartel Captain (Captain of All) und Vaseem (Vercingetorix).

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