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Offene Partie im Kölner Winterfavoriten

Am Sonntag steigt in Köln die spannende Suche nach dem Winterfavoriten. www.galoppfoto.de

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Turf aktuell

Wenn Geld der alleinige Maßstab für die sportliche Bedeutung von Galopprennen wäre, so hätte der am Sonntag auf der Kölner Rennbahn anstehende Lando - Preis des Winterfavoriten (Gruppe III, 1600m, €155.000) seine frühere Rolle als bedeutendstes deutsches Youngster-Rennen durch die Einführung noch höher dotierter Auktionsrennen verloren. Doch im Turf zählt Geld zwar viel, aber es ist nicht alles.

Das seit 1899 in Köln gelaufene Traditionsrennen für die Zweijährigen gilt nach wie vor als ultimative Standortbestimmung für den jüngsten Galopperjahrgang und wird dieser Rolle in diesem Jahr auch vollauf gerecht. Acht deutsche Hengste konkurrieren am Sonntag, der gleichzeitig das Kölner Saisonfinale markiert, um den Sieg, ein ausländischer Gast ist nicht mit von der Partie. Die Aufmerksamkeit der Wetter wird sich auf ein Quartett konzentrieren, wobei die Entscheidung, welcher der vier Kandidaten die Favoritenbürde tragen wird, im Vorfeld nicht klar ist.

Der Doppelsieger Amaron (Andreas Helfenbein), zuletzt im Iffezheimer Zukunftsrennen auf Gruppe-Ebene erfolgreich, hat bislang die sportlich wichtigsten Treffer bei den Youngstern gelandet. Mit einem weiteren Erfolg in Köln würde der von Andreas Löwe für das Gestüt Winterhauch trainierte Shamardal-Sohn endgültig seine Rolle als Jahrgangsprimus festigen. Völlig überlegen gewann Georg Baron von Ullmanns Energizer (Adrie de Vries) vor einem Monat den Düsseldorfer Junioren-Preis beim Lebensdebüt und muss nun gegen stärkere Gegner Farbe bekennen. Ebenfalls beeindruckend gestaltete der von Andreas Wöhler aufgebotene Novellist (Eduardo Pedroza) sein Lebensdebüt zu einem Sieg. Er musste anschließend seinen geplanten Start im Düsseldorfer Junioren-Preis wegen erhöhter Temperatur auslassen und somit am Sonntag eine gut zweimonatige Pause überbrücken.

Finanzkrösus bei den Youngstern ist der in Mülheim von Werner Baltromei vorbereitete Tai Chi, der in den Farben des bayerischen Gestüts Hachtsee läuft. Nur eine Woche nach seinem Erfolg im Auktionsrennen beim Iffezheimer Herbstmeeting tritt er erneut an und versucht, seiner erfolgreichen Bilanz von bislang drei Siegen einen weiteren hinzuzufügen. Auch diesmal wurde ein französischer Jockey für den Ritt auf dem High Chaparral-Sohn verpflichtet, doch nimmt nach Dominique Boeuf und Maxime Guyon nun Thierry Thulliez in seinem Sattel Platz. Einer dieser vier Hengste sollte sich den Titel des „Winterfavoriten“ sichern, bei den restlichen Startern regiert das Prinzip Hoffnung.

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