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Neusser Finale zur Perlenkette ohne Spannung

Andrea Glomba mit Pagan Warrior nach dem Sieg im ersten Wertungslauf zur Neusser Perlenkette Foto: Gabriele Suhr

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Turf aktuell

Der letzte Neusser Sandbahnrenntag dieses Winters hatte auf dem Papier mit dem Finallauf zur Neusser Perlenkette am Sonntag einen spannenden Höhepunkt zu bieten. Der seit 1961 in Neuss ausgetragene reiterliche Wettbewerb für Damen im Rennsattel erfreut sich in jedem Jahr großer Nachfrage, gibt es doch für die Gesamtsiegerin nach drei Wertungsläufen eine echte Perlenkette zu gewinnen.

Doch in diesem Jahr wird keine Spannung mehr aufkommen, ist doch die Entscheidung bereits nach den ersten zwei Läufen gefallen. Die 34jährige Saarländerin Andrea Glomba, die in den beiden ersten Wertungsläufen als Siegerin den Zielpfosten passierte, ist nicht mehr einzuholen. Seit 1996 ist sie im Rennsattel aktiv, ihr bevorstehender erster Gewinn der Neusser Perlenkette gehört zu den Höhepunkten ihrer Laufbahn. Den Finallauf kann sie im Sattel von Pagan Warrior, mit dem sie vor vier Wochen bereits den ersten Wertungslauf gewann, ganz entspannt als Zugabe genießen. Ein erneuter Sieg, der den Hattrick in den Läufen der Perlenkette komplettieren würde, wäre zwar das Sahnehäubchen, aber zum Gesamtsieg nicht notwendig.

Auch die für zwischenzeitliche Verwirrung sorgende Entscheidungsregel bei Punktegleichstand der beiden Erstplatzierten wird am Sonntag nicht zum Einsatz kommen. Die nach zwei Platzierungen in den beiden ersten Wertungsläufen mit 10 Punkten auf Platz der Zwischenwertung zur Perlenkette liegende Janine Beckmann, die im Siegfall bei den Wertungspunkten noch zur Führenden hätte aufschließen können, hat im Finale keinen Ritt, so dass jegliche theoretische Chance auf eine Punktegleichheit von im Endclassement auf den beiden ersten Plätzen rangierenden Damen ausgeschlossen ist.

Auch dieser Schlusstag der Neusser Sandbahnsaison 2012/13 hing wieder am seidenen Faden. Mit Ach und Krach schaffte es der Rennverein, sieben Prüfungen auf die Beine zu stellen. Nicht nur die ausgeschriebene Prüfung für den Derby-Jahrgang fiel schon traditionsgemäß dem Rotstift zum Opfer, auch drei Handicaps der unteren Kategorie, ein Handicap der mittleren Kategorie und zwei Altersgewichtsrennen fanden nicht genügend Startinteressenten.

Immerhin gibt es ein mittleres Handicap über die 1900m-Distanz mit einem Dutzend Starter, das etwas bessere sportliche Ansprüche befriedigen kann. Neben bewährten Sandbahnspezialisten wie dem Krefelder Mäder-Schützling Feather Storm (Jozef Bojko), dem im letzten Jahr im selben Rennen erfolgreichen Do it yourself (Rebecca Danz) und dem seit Ende Dezember bei fünf Starts auf diesem Handicapparkett konstant ins Geld laufenden Guardian Angel (Patrick Gibson) aus dem Mülheimer Stall von Bruce Hellier geht auch eine Vertreterin des Derby-Jahrgangs an den Start. Sascha Smrczek sattelt hier die noch sieglose Shirocco-Tochter Alte Liebe (Maxim Pecheur), die zuletzt in einem Dortmunder Maidenrennen einen 3. Rang auf Sand belegte. Ob eine solche Form für einen Erfolg auf diesem Handicap-Parkett reicht, ist schwer einzuschätzen. Immerhin ist die Stute mit dem geringsten Gewicht belastet und könnte davon profitieren.

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