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Der Nachwuchs beim Breeders' Cup

Newspaperofrecord gewinnt in mehr als beeindruckendem Stil. www.galoppfoto.de - JJ Clark

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 543 vom Freitag, 09.11.2018

Zwei Galileo-Söhne aus Europa hatten sich die Favoritenrolle im Breeders‘ Cup Juvenile Turf (Gr. I) am Freitag geteilt. Der Vertreter von Coolmore, Anthony van Dyck (Galileo), kam nur auf den neunten Platz, der von Charlie Appleby gesattelte Godolphin-Hengst Line of Duty unter William Buick gewann. Allerdings musste er nach dem Sieg gegen Uncle Benny (Declaration of War) und Somelikeithotbrown (Big Brown) noch eine Überprüfung der Stewards überstehen.

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Appleby hatte das Rennen bereits vor fünf Jahren mit Outstrip (Exceed and Excel) gewonnen.

400.000gns. hatte Line of Duty als Jährling bei Tattersalls gekostet. Er war vor einigen Wochen im Prix de Conde (Gr. III) in Chantilly der erste Nachkomme von Galileo, der für Godolphin ein Grupperennen gewinnen konnte, eine Premiere der besonderen Art nach vielen Jahren der Eiszeit zwischen den beiden größten Vollblutunternehmen der Welt. Die Mutter Jacqueline Quest (Rock of Gibraltar) war u.a. Zweite in den 1000 Guineas (Gr. I) und Dritte in den Coronation Stakes (Gr. I). Ihr Erstling Hibiscus (Galileo), eine Stute, war listenplatziert, dann kam World War (Galileo), der als Jährling für 1,2 Millionen gns. an den China Horse Club ging, aber gerade einmal ein kleines Rennen gewann. Jacqueline Quest hat noch eine Jährlingsstute von Galileo und ein Hengstfohlen von Dubawi. Sie ist Schwester von vier Siegern.   

Eine ungewöhnliche Siegerin im Breeders Cup Juvenile Turf Fillies (Lope de Vega) war Newspaperofrecord (Lope de Vega). Ungewöhnlich, weil es eine in Irland gezogene Stute ist, die von Amerikanern letztes Jahr bei Tattersalls in Newmarket für 200.000gns. erworben wurde.

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Jährlingskäufe in Europa werden eher selten getätigt, Seth Klarman von den Klaravich Stables wagte es und mit Chad Brown engagierte er einen Trainer, der mit Pferden aus der Alten Welt viel Erfolg hat. Newspaperofrecord stammt aus dem Goldford Stud, sie hat bei drei Starts jetzt ebenso oft gewonnen, verwies diesmal nahezu im Handgalopp die von Kevin Ryan in England trainierte East (Frankel) sowie Stellar Agent (More Than Ready) auf die Plätze. Ihre Mutter hat die Sceptre Stakes (Gr. III) gewonnen, die zweite Mutter ist auch die des diesjährigen Irish Derby (Gr. I)-Siegers Latrobe (Camelot). 

Der Breeders Cup Juvenile (Gr. I) auf Sand blieb natürlich in den USA. Hier setzte sich der bis dahin noch ungeschlagene Game Winner (Candy Ride) als klarer Favorit durch, er hatte zuvor u.a. die American Pharoah Stakes (Gr. I) gewonnen.

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Mit Joel Rosario an Bord setzte sich Game Winner, ein 110.000-Dollar-Jährling aus Keeneland, nach 1700 Metern gegen Knicks Go (Paynter) und Signalman (General Quarters) durch.

Am Samstag war die vom Gestüt Karlshof gezogene La Force (Power) im Breeders‘ Cup Distaff (Gr. I) über 1800 Meter auf Sand am Start. Nach drei zweiten Plätzen in Folge in Gr. I-Rennen hatte sie diesmal unter Drayden van Dyke als 28:1-Außenseiterin keine bessere Möglichkeit und wurde im elfköpfigen Feld Achte. Hier gewann mit Monomoy Girl (Tapizar) eine der höher gewetteten Stuten. 

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