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Nachkommen junger Hengste in Fairyhouse gefragt

Dieser New Bay-Hengst geht nach Australien. Foto: Tattersalls

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 737 vom Freitag, 23.09.2022

Die dreitägige September Yearling Sale von Tattersalls in Irland unterstrich zur Wochenmitte einmal mehr die Stärke des aktuellen Jährlingsmarktes weltweit. Zwar konnten in Fairyhouse in mehreren Bereichen die Rekordzahlen des Vorjahres nicht ganz erreicht werden, doch sind manche Kennzahlen durchaus positiv. Von 458 vorgestellten Jährling im zwei Tage umfassenden “Part I” wurden 413 verkauft, eine ausgezeichnete Rate. Der Gesamtumsatz lag bei 30.075 Euro und somit um fünf Prozent unter der vorjährigen Marke, wobei die Auktion allerdings aus Corona-Gründen nach Newmarket verlegt worden war. Dies könnte damals ein Vorteil gewesen sein, da sich die Klientel vorwiegend aus englischen Agenten und Trainern zusammensetzt. Immerhin siebzig Jährlinge wurden in “Part 1” für 50.000 Euro und mehr verkauft, was bei dieser Auktion noch nie zuvor passiert ist.

Sechsmal wurde es sechsstellig. Zum Salestopper avancierte ein New Bay-Hengst aus einer Bachelor Duke-Tochter, deren Mutter eine Schwester des einstigen Deutscher St. Leger (Gr. III)-Siegers Fox Hunt (Dubawi) und des in Australien auf Gr. I-Ebene erfolgreichen Opinion (Oasis Dream) ist. Folgerichtig war Alex Elliott auch in australischem Auftrag unterwegs, der junge Hengst wird zu Brad Spicer wechseln. 

Gefragt waren Nachkommen aus dem ersten Jahrgang des Tally-Ho Stud-Deckhengstes Inns of Court (Invincible Spirit), der in seiner Rennkarriere vier Gruppe-Rennen in Frankreich auf Distanzen bis zu 1400 Meter gewonnen hat. Die investitionsfreudige britische Manor House Farm von Jess und John Dance zahlte 110.000 Euro für einen Hengst aus einer Unfuwain-Stute, eine Stute brachte 100.000 Euro, Highflyer Bloodstok war der Käufer. Sie wird zu Joseph O’Brien ins Training gehen. Drei weitere Hengste wurden ebenfalls für exakt 100.000 Euro zugeschlagen, Söhne von Bated Breath, Footstepsinthesand und Sioux Nation.  

Deutlich schwächer war natürlich der Umsatz in “Part 2” am Donnerstag. Hier wechselten 70 der 91 angebotenen Jährlinge den Besitzer, der Schnitt pro Zuschlag lag bei 9.665 Euro, was bei einem in den vergangenen Jahren mehrfach geänderten Format vergleichsweise ordentlich war. Den Höchstpreis von 52.000 Euro erzielte eine Dark Angel-Schwester zum Gr. I-Sieger und Deckhengst Hunter’s Light (Dubawi).

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