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Das Münchner Gr. I-Finale: Macht's Alpinista wie ihre Großmutter Albanova?

Gelingt diesem Duo der dritte Gr. I-Treffer innerhalb eines Jahres in Deutschland? Alpinista mit Luke Morris nach dem Sieg im Longines 131. Grossen Preis von Berlin. ©galoppfoto - Frank Sorge

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Pressemitteilung

Mit einem Preisgeld von 150.000 Euro zählt der Allianz Große Preis von Bayern zu den wichtigsten Galopprennen in Deutschland. Die Prüfung über die klassische Derbydistanz von 2.400m ist das letzte von nur sieben Gruppe I-Rennen des Landes, die aus sportlich und züchterischer Sicht besonders wertvoll sind. Es ist die Champions League des Pferderennsports. Das trifft auf den Grand Prix am kommenden Sonntag (7. November) auf der Galopprennbahn in München-Riem besonders zu, denn es messen sich sechs Kandidaten aus England, Frankreich und Deutschland.

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So war der Große Preis von Bayern - 2020 erstmals unter dem Patronat der Allianz - im Vorjahr das am höchsten eingeschätzte Galopprennen in Deutschland und auf Platz 66 unter den besten Rennen weltweit. Es siegte überraschend die Stute Sunny Queen gegen Torquator Tasso, der in diesem Jahr mit dem Sensationserfolg im Prix de l’Arc de Triomphe den Galopp-Olymp erklommen hat und bereits seine verdiente Winterpause angetreten hat.

Im August unterlag der Held von Paris im Großen Preis von Berlin der Stute Alpinista aus England. Die Vierjährige schickt sich nun am Sonntag an, einen seltenen Hattrick zu vervollständigen. Denn nach Berlin triumphierte sie auch im Preis von Europa und wandelt damit in den Spuren ihrer Großmutter Albanova, die 2004 die drei entsprechenden Gruppe I-Rennen gewann. Damals wurde der Große Preis von Bayern noch in Köln als Rheinland-Pokal gelaufen, seinen jetzigen Platz fand die Top-Prüfung 2012 in Riem. 

Die bei vier Starts in diesem Jahr noch ungeschlagene Alpinista wird - wie damals Albanova - von Sir Mark Prescott für Kirsten Rausing vorbereitet. Der adlige Prescott, der zu den bekanntesten Trainern in England gehört, hat in fünf Jahrzehnten schon mehr als 1.300 Sieger gesattelt. Die schwedische Tetra-Pak-Erbin Rausing zählt zu den reichsten Menschen der Welt. Sie lebt in England und betreibt in Newmarket das Lanwades Stud, auf dem der deutsche Derbysieger Sea The Moon des Gestüts Görlsdorf als Deckhengst aufgestellt ist. 

Wer sind die Konkurrenten von Alpinista?

Als schärfste Rivalin springt zuerst die ebenfalls vierjährige Stute aus England, Believe In Love, ins Auge. Sie belegte zuletzt in Paris-Longchamp in einem Gr.I-Rennen über 2.800m einen starken zweiten Rang. Sie ist eine ausgewiesene Steherin und damit auf etwas längeren Strecken zu Hause. Trainer Roger Varian versucht es nun aber wieder über die 2.400m-Distanz, über die sie im Vorjahr ein Handicap beim „Glorious Goodwood“-Meeting in England gewann. Eine weitere Stute reist aus Frankreich an - die vierjährige Control Tower wird von Nicolas Clement vorbereitet. Auch sie hat große Steherqualitäten und gewann vor zwei Wochen ein Gr.III-Rennen über 2.800m in Saint-Cloud.

Auch aus Deutschland ist eine Stute mit von der Partie: Markus Klug sattelt die dreijährige Walkaway, die sich vor 14 Tagen in Hannover ihren ersten Gruppe-Sieg schnappte. Bei ihrem ersten Aufeinandertreffen mit Alpinista im September im Preis von Europa konnte sie allerdings wenig ausrichten. Besser machte es da der vierjährige Nerium (Peter Schiergen), der mit der Ausreißtaktik in Köln beinah Erfolg gehabt hätte, am Ende aber doch von Alpinista eingefangen wurde. 

Besonders gespannt darf man auf den Auftritt von Mendocino sein, der vor Ort von Sarah Steinberg trainiert wird und den Arc-Siegreiter Rene Piechulek im Sattel hat. Der dreijährige Hengst ist wenig geprüft, das Deutsche Derby kam für ihn etwas zu früh. Anfang September unterstrich er mit einem überlegenen Sieg im Preis der BBAG Jährlingsauktion in Baden-Baden aber die hohe Meinung, die man im Stall von ihm hat. Mendocino könnte vielleicht wie Sunny Queen im Vorjahr für die Überraschung sorgen. 

Quelle und weitere Infos: Münchner Rennverein

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