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Mission erfüllt: Kerosin gewinnt "Grand Prix"

Kerosin - hier noch für Schlenderhan unterwegs - gewann für seinen neuen Besitzer, Stephan Hoffmeister, nun auf Listenparkett in Cagnes-sur-mer. www.galoppfoto.de (Archiv) - Sabine Brose

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 354 vom Donnerstag, 12.02.2015

Punktlandung: Der Grand Prix de la Riviera Cote d’Azur war das Ziel von Trainer Jean-Pierre Carvalho für Kerosin (Tertullian) und am Sonntag wurde die Mission Cagnes auch erfolgreich abgeschlossen. Nach idealem Rennverlauf und energischem Ritt von Gerald Pardon gewann der vier Jahre alte Hengst, den Stephan Hoffmeister letztes Jahr aus dem Besitz des Gestüts Schlenderhan gekauft hatte, das Listenrennen über 2000 Meter der Sandbahn. In einer allerdings knappen Entscheidung kam mit Affaire Solitaire (Danehill Dancer) der letzte Außenseiter auf Rang zwei. Carvalho nannte den Prix Exbury (Gr. III) Ende März als nächstes Ziel für Kerosin, der noch bis zum Ende des Meetings an der Cote d’Azur bleiben wird.

Kerosin war zweijährig Dritter im Zukunfts-Rennen (Gr. III) gewesen, im vergangenen Jahr hatte er Rang vier im Dr. Busch-Memorial (Gr. III) belegt, musste im Sommer eine längere Pause einlegen und war dann nach einem Sieg auf kleinerer Ebene Zweiter im Niederrhein-Pokal (Gr. III) in Krefeld. Mit ihm setzt der amtierende deutsche Deckhengstchampion Tertullian (Miswaki) gleich zu Beginn der Saison ein Ausrufezeichen, wenn auch in Frankreich. Die Mutter Karavel (Monsun) hat inzwischen über Umwege im Gestüt Görlsdorf eine neue Heimat gefunden. Sie wurde von dieser Zuchtstätte bei der letztjährigen December Sale von Tattersalls für 140.000gns. tragend von Camelot aus dem Angebot des irischen Jockey Hall Studs erworben. Ihr letzter Schlenderhaner Nachkomme, der zwei Jahre alte Karachi (Wiener Walzer), steht bei Jean-Pierre Carvalho im Training.

Hier das Pedigree der Woche von Kerosin: Klick!

Das zweite Listenrennen an diesem Tag, der Prix de la Californie für Dreijährige über 1600 Meter ging an die von Francois Rohaut trainierte Growing Glory (Orpen), die Ende letzten Jahres zwei Rennen in Marseille gewonnen hatte. Mit diesem Erfolg ist sie für ein 150.000-Pfund-Rennen bei der All-Weather Championship im englischen Lingfield an Karfreitag qualifiziert.

Im Rahmenprogramm gab es einen weiteren deutschen Sieg durch den von Mario Hofer für Guido Schmitt trainierte Oromo (Elusive City). Er holte sich sein zweites Verkaufsrennen in Folge, ausgeschrieben als internationales Jockeytreffen unter dem Titel Prix de la Méditerranée. Oromo gewann unter dem Libyer Haitham Elhadar Start-Ziel, wurde jedoch anschließend für Interessenten aus der Karibik für €12.999 geclaimt.  

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