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Mülheim mit Hoffnungsträgern im und unterm Sattel

Dennis Schiergen hofft am Pfingstsonntag auf der Galopprennbahn in Mülheim auf seinen ersten Sieg am Raffelberg. Foto: www.muelheim-galopp.de - Sorge

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Pressemitteilung

Eines der hoffnungsvollen Talente im deutschen Galopprennsport ist am Pfingstsonntag auf der Rennbahn am Mülheimer Raffelberg (neun Rennen, erster Start: 14.10 Uhr) engagiert. Amateur-Rennreiter Dennis Schiergen, der erst 17-jährige Sohn von Erfolgstrainer Peter Schiergen (47/beide Köln), nimmt auf der Familien-Rennbahn sechs Ritte wahr. Innerhalb von nur knapp zwei Jahren konnte der aktuelle Champion der Amateure schon über 50 Siege verbuchen. Ein Erfolg auf der Rennbahn am Raffelberg fehlt allerdings bisher noch in seiner Statistik: Klick zum kompletten Renntag mit allen Infos und Startern!

Frage: Wie häufig sind Sie bisher in Mülheim geritten?

Dennis Schiergen: „Ich bin Sonntag zum dritten Mal in Mülheim. Meine besten Platzierungen waren bisher ein zweiter und ein vierter Platz. Ich hätte nichts dagegen, wenn es nun mit dem ersten Sieg klappen würde.“

Wie gefällt Ihnen die Bahn?

Dennis Schiergen: „Sehr gut. Für uns Jockeys ist die Bahn sehr angenehm. Die langen Geraden und die großen Bögen machen das Reiten hier unkompliziert. Ich freue mich schon auf meine Starts.“

Gibt es ein Pferd, mit dem Sie sich am Raffelberg besonders gute Chancen ausrechnen?

Dennis Schiergen: „Die dreijährige Stute Crazy, die ich in einem mit 5.100 Euro dotierten Dreijährigen-Rennen für sieglose Pferde reiten werde, kenne ich aus dem Trainingsquartier meines Vaters. Zwar war sie bei ihrem Jahres-Debüt Ende April in Köln nur Fünfte. Dieser Start hat sie aber weiter nach vorne gebracht. Mit Diani, die in Mülheim ein Steher-Rennen über 2.950 Meter absolviert, war ich schon einige Mal platztiert und rechne mir gute Chancen aus.“

Sie werden am 28. Dezember 18 Jahre alt. Wie kommst Sie derzeit zu den Rennbahnen?

Dennis Schiergen: „Ich habe schon einen Führerschein, der jedoch eine Begleitperson voraussetzt. Wenn meine Eltern mich nicht begleiten können, fahre ich mit anderen Jockeys zu den Rennbahnen.“

Sie haben einen Nachnamen, der im Pferdrennsport aufhorchen lässt. Ist das manchmal auch ein Nachteil?

Dennis Schiergen: „Es ist erst einmal ein Vorteil, weil ich so mehr Ritte bekomme. Mein Vater kann mir außerdem wertvolle Tipps geben. Der Name sorgt allerdings auch für eine gewisse Erwartungshaltung.“

An welchen Sieg erinneren Sie sich besonders gerne zurück?

Dennis Schiergen: „Im russischen Kazan konnte ich das wertvollste Amateurennen des Landes gewinnen. Auch in Katar war ich schon erfolgreich. Solche Erlebnisse vergisst man nicht so schnell. In Bad Harzburg und in Mannheim ist es mir außerdem schon gelungen, jeweils drei Rennen an einem Tag für mich zu entscheiden.“

Wie sehen Ihre Zukunfsplanungen aus?

Dennis Schiergen: „Ich baste gerade an meinem Abitur. Danach fällt bei mir die Entscheidung, in welche Richtung es geht und ob ich in die Lehre als Berufsrennreiter gehe. Viel wird davon abhängen, wie sich mein Körper entwickelt. Mit 1,68 Metern bin ich schon recht groß. Noch mehr kommt es aber auf das Gewicht an. Sollte es mit der Jockey-Laufbahn nicht klappen, möchte ich ein Studium beginnen und im Rennsport bleiben. Vielleicht gehe ich dann in Richtung Trainer-Laufbahn.“

Was wäre als Jockey Ihr größter Traum?

Dennis Schiergen: „Jeder Jockey träumt davon, einmal ein Gruppe I-Rennen, also ein Rennen der höchsten Kategorie, zu gewinnen. Das Deutsche Derby in Hamburg-Horn oder der Große Preis von Baden in Iffezheim zählen beispielsweise dazu. Der Gewinn des Jockey-Championats zählt auch zu meinen Träumen. Bis dahin ist es aber noch ein sehr weiter Weg.“

 

Ostmann hofft auf gutes Debüt von Spätstarterin Priwall

Eine Spätstarterin muss sich am Pfingstsonntag beim zweiten Renntag des Jahres auf der Galopprennbahn in Mülheim (neun Rennen, erster Start 14.10 Uhr) zum ersten Mal beweisen. In einem Rennen für dreijährige sieglose Stuten, dotiert mit 5.100 Euro, gibt Priwall aus dem Raffelberger Traingsquartier von Uwe Ostmann ihr Debüt. Auf ihrer Heimatbahn bekommt es Priwall aus der Zucht und dem Besitz von Dirk von Mitzlaff, Rechtsanwalt und Präsidiumsmitglied des Rennvereins in Mülheim, mit sieben Gegnerinnen zu tun.

Dass Priwall ihren ersten Auftritt auf der Bahn absolviert, auf der sie täglich trainiert, ist nach Meinung des 71-jährigen Trainer-Routiniers Uwe Ostmann ein Vorteil. „Die Stute hat keinen Reisestress, bleibt in gewohnter Umgebung“, meint der am Raffelberg ansässige Ostmann.

Die Entwicklung von Priwall in den vergangenen Wochen stimmt Trainer und Besitzer recht zuversichtlich. „Als Zweijährige war die Stute sehr klein, unscheinbar und hätte ganz bestimmt noch keine Rennen bestreiten können. Sie ist zwar immer noch eine Spät-Entwicklerin, hat jetzt aber einen Schuss gemacht und ist eine ganz andere Erscheinung“, freut sich Besitzer von Mitzlaff.

Der belgische und bei Ostmann angestellte Jockey Koen Clijmans reitet Priwall bei ihrer Rennbahn-Premiere über die 1.400 Meter-Distanz. „Koen kennt die Stute aus dem Training. Bei den Einheiten gibt Priwall immer alles. Jetzt muss sie zeigen, dass sie sich auch im Ernstfall durchbeißen kann“, sagt Ostmann.

Die Gegnerinnen verfügen im Vergleich zu Priwall auch nur über wenig mehr Renn-Erfahrung. Alle Teilnehmerinnen zusammen haben gerade einmal elf Rennen absolviert.

 hren ersten Start überhaupt absolviert auch die von Simon James Stokes (Sottrum) für das Gestüt Fährhof (Sottrum) vorbereitete Campina. Als Jockey wurde der talentierte Amateur-Nachwuchsreiter Dennis Schiergen (Köln), Sohn von Erfolgstrainer Peter Schiergen (Köln), verpflichtet.

Dritte Debütantin im Feld ist Imagery aus dem Besitz des Gestüts Schlenderhan von Georg Baron von Ullmann (Bergheim). Unter Jockey Adrie de Vries nimmt Imagery ihre erste Bewährungsprobe in Angriff. Der formstarke Niederländer hatte bereits beim ersten Renntag in diesem Jahr auf der Mülheimer Rennbahn mit zwei Siegen geglänzt.

Zum Kreis der Sieganwärterinnen im Mülheimer Stutenrennen zählt die von Trainer Andreas Löwe (Köln) aufgebotene Funtum La mit dem Kölner Marvin Suerland im Sattel. Die Stute verfügt immerhin über die Erfahrung von drei Starts, belegte bei ihrem jüngsten Auftritt auf der Rennbahn in Köln in einem 5.100 Euro-Rennen für Dreijährige Rang drei.

Quelle und weitere Infos: www.muelheim-galopp.de

 

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