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Keine Probleme bei Transporten

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 610 vom Freitag, 20.03.2020

Wie wirken sich die internationalen Transportbeschränkungen auf den Pferdesektor aus. Hierüber sprach Turf Times mit Stephan Vogt, dem Geschäftsführer der Global Equine Transport (GET), mit Sitz in Newmarket. 

Sind Pferdetransporte noch möglich?

Die Lage hat sich natürlich deutlich verschärft. Gestern ist es uns nach einem Kraftakt noch gelungen, 2 Pferde von New York nach Amsterdam auszufliegen. Der innereuropäische Weitertransport ist noch nicht beschränkt, so dass wir und unsere Partner, zwar mit etwas größerem Aufwand, unsere Leistungen erbringen können.

Für viele Züchter ist gerade Großbritannien eine Anlaufstelle. Wie sieht es da aus?

Der Brexit zeigt noch keine Auswirkungen. Über die Entwicklung sind wir im ständigen Austausch mit den Behörden in Großbritannien und werden unsere Kunden informiert halten. Ansonsten können die Transporte zwischen dem Kontinent und der britischen Insel ohne Störungen organisiert werden.

Mit welchen Schwierigkeiten ist noch zu rechnen?

Im Nahbereich wurden alle Rennen abgesagt. Ob der englische Rennsport, analog zu Irland, demnächst hinter verschlossenen Türen stattfindet, muss abgewartet werden. Hier rechne ich mit einer Entscheidung im April. Genauso schlimm sind die Auswirkungen im Auktionsgeschäft. Die Zahl der Beschäftigten, die direkt oder indirekt mit dem Pferdesport in England verbunden sind, ist natürlich ungleich höher als in Deutschland. Insofern sind auch die wirtschaftlichen Belastungen immens. Dennoch gilt es der Gesundheit Vorrang einzuräumen, obwohl die Bevölkerung in Großbritannien noch sehr entspannt mit der Situation umgeht.

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