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Keeneland: Leicht rückläufiger Trend

Enaya Alrabb erlöste 640.000 Dollar. Foto: Keeneland

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 601 vom Freitag, 17.01.2020

Im vergangenen Jahr wurde auf der Keeneland January Horses of All Ages Sale die Championstute Abel Tasman (Quality Road) für fünf Millionen Dollar verkauft – ein solches Highlight fehlte dieses Jahr bei der Auktion in Kentucky. Nach drei von fünf Tagen waren bis einschließlich Mittwoch 703 der 907 Pferde für 37,6 Millionen Dollar verkauft, der Schnitt pro Zuschlag lag bei 53.520 Dollar und damit im Vergleich zum Zeitpunkt des Vorjahres um 11,9 % unter dem Vorjahreswert.

Bisherige Salestopperin war die von Paramount Sales angebotene vier Jahre alte Enaya Alrabb (Uncle Mo), die für 640.000 Dollar an den Agenten Jim Schenck ging. Sie war bisher mehrfach Gr. I-platziert, wurde für eine neue Besitzergemeinschaft gekauft. Schenck ersteigerte für 560.000 Dollar auch die gleichaltrige Confidently (War Front). Sie hat zwar nur einen von neun Starts siegreich gestaltet, doch ist sie eine Schwester des Gr. I-Siegers und führenden Deckhengstes Uncle Mo. Nicht untätig waren auch japanische Käufer: An die Shadai Farm ging für 525.000 Dollar die von Tapiture tragende Inflamed (Unusual Heat), die sich bereits als Mutter des Hollywood Derby (Gr. I)-Siegers Mo Forza (Uncle Mo) ausgezeichnet hat.

Der bisher teuerste Jährling war ein Sohn von Uncle Mo, der für 400.000 Dollar an die Springhouse Farm ging, die Mutter ist die mehrfache Stakes-Siegerin Red Sashay (Big Brown). Ihr Nachwuchs wird auf einer der Auktionen im Herbst erneut in den Ring kommen. Eine Stute aus dem ersten Jahrgang von Mastery (Candy Ride), sie ging für 365.000 Dollar an Andre Lynch. 

Zwei interessante Pferde waren aus deutscher Sicht im Ring. Eine über Hill ‚n‘ Dale angebotene Kitten’s Joy-Schwester von Protectionist, geboren im Mai 2019 und damit gerade erst ins Jährlingsalter eingetreten, ging für 170.000 Dollar an Nick de Meric. Züchter ist die Narola LLC, mithin das Stonereath Farm von Peter Berglar. Bei Andreas Wöhler steht für Power Thoroughbreds die drei Jahre alte Schwester All Powerful (Mr. Speaker), Zweite bei ihrem bisher einzigen Start. Für 90.000 Dollar wurde die von Bernd Dietl gezogene Nova Sol (Soldier Hollow) verkauft. Die Dritte aus dem Prix des Reservoires (Gr. III), jetzt vierjährig, war in den USA zweimal Zweite in Listenrennen. Angeboten von der Agentur Elite ging die Tochter der Schwester von Nymeria (Soldier Hollow) wurde von Oceanic Bloodstock gekauft.

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