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Herzlich und hautnah präsentiert sich der Galoppsport beim "Tag des Vollbluts"

Vollblut zum Anfassen: Der erste "Tag des Vollbluts" - hier im Gestüt Fährhof - verdient das Prädikat "gelungen". Foto Dr. Jens Fuchs

Autor: 

Frauke Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 336 vom Donnerstag, 25.09.2014

Natürlich waren es die Gestüte mit der großen Tradition, auf jeden Fall auch die mit den hohen Mauern und Zäunen und den Schlössern dahinter, die den meisten Zuspruch fanden. Aber die Premiere des "Tags des Vollbluts" darf insgesamt als Erfolg gesehen werden unter der Prämisse, dass dies nur der Auftakt einer neuen Öffentlichkeitsarbeit des deutschen Rennsports war, die nach einer Fortsetzung schreit. Große Männer und kleine Kinder, die Fohlen streicheln, Frauen, die sich von Jährlingen beschnüffeln lassen und Gestütsbesitzer, die gerne herzeigen, woran ihr Herz hängt. Hier hat sich der Vollblutsport von seiner herzlichsten Seite gezeigt. Schönere Bilder als die aus den Gestüten kann es kaum geben, nur sieht man sie leider viel zu selten.

Römerhof: Auch der Nachwuchs war begeistert. Foto privat/Gestüt RömerhofRömerhof: Auch der Nachwuchs war begeistert. Foto privat/Gestüt RömerhofRömerhof: Da werden auch große Männer schwach, Fohlen zum Anfassen. Foto privat/Gestüt RömerhofRömerhof: Da werden auch große Männer schwach, Fohlen zum Anfassen. Foto privat/Gestüt RömerhofMitgemacht haben, bis auf ganz wenige Ausnahmen, fast alle deutschen Vollblutgestüte und die zeigten sich als gute Gastgeber. Oft begrüßten die Gestütseigner höchstpersönlich die Gäste. Ganz gemischte Besuchergruppen fanden sich dort ein - von den absoluten Vollblutexperten, vielen Warmblutzüchtern, die explizit angesprochen wurden, über die Galopp-Fans, die sonst nicht auf den Einladungslisten zu Züchtertagen stehen, bis hin zu Menschen aus der Region, die die Gelegenheiten nutzten, um einmal hinter die Kulissen zu schauen. Eine gute Gelegenheit, um zu zeigen, wie vielfältig der Galopprennsport ist. Hier konnten die Besucher Pferdeluft schnuppern, bekamen Einblicke in die Kinderstube der Vollblutzucht und konnten die Passion der Vollblutzüchter hautnah miterleben. Nicht überall spielte das Wetter mit, aber auch vom Regen mancherorts ließen sich die Gäste nicht abschrecken. 

Warendorf: Ferdinand Leve (mit gelber Weste), der Initiator des "Tags des Vollbuts" mit einer Besuchergruppe im Gestüt Hof Warendorf. Foto: Werner StockWarendorf: Ferdinand Leve (mit gelber Weste), der Initiator des "Tags des Vollbuts" mit einer Besuchergruppe im Gestüt Hof Warendorf. Foto: Werner StockDer Initiator Ferdinand Leve, Präsident des Warendorfer Rennvereins, der die Aktion gemeinsam mit dem Direktorium für Vollblutzucht und Rennen ins Leben gerufen hatte, zeigte sich zufrieden: „Ich habe schon am nächsten Tag von einigen Gestüten die Rückmeldung bekommen, dass sich aus dem Tag des Vollbluts zahlreiche neue Kontakte für die Voll- wie die Warmblutzucht ergeben haben und sogar ganz konkrete Kauf- und Bedeckungsabsichten geäußert wurden. Gestüte wie Besucher waren der Meinung, dass die Aktion unbedingt eine Fortsetzung haben sollte. Unser Ziel, die Vollblut- und die Warmblutzucht nach Jahrzehnten des Auseinanderdriftens wieder stärker miteinander zu verbinden, sind wir mit dem Tag des Vollbluts sicherlich einen Schritt näher gekommen.“  

Es liegen auch schon erste Zahlen vor: Etwa 1700 Besucher sind zum "Tag des Vollbluts" gekommen, wobei die Resonanz je nach Attraktivität, gezielter Pressearbeit und Wetter sehr unterschiedlich ausgefallen ist. Röttgen (198), Fährhof (180) und überraschend Wittekindshof (150) waren die Spitzenreiter. Letztere durch einen Artikel in der Tageszeitung, s. auch unseren Aufgalopp, förmlich überrollt, denn offiziell angemeldet war nur ein Bruchteil. Gastgeber Hans-Hugo Miebach und seine Frau mussten kurzfristig noch die örtliche Gastromie um Hilfe bitten, um die vielen Gäste zu bewirten. Und was im doch sehr ländlichen Rüthen-Kneblinghausen im Sauerland dank der Tagespresse möglich ist, zeigt, was gute Pressearbeit an den richtigen Stellen ausmachen kann.  

Leider liegen uns aus Wittekindshof keine Bilder vor, denn die Mehrzahl der Besucher dort wird wohl kaum die Turf-Presse lesen. Doch ansonsten hat unser Aufruf nach Bildern auf unserer Facebook-Seite zu einem überwältigendem Ergebnis geführt, hier können wir nur eine kleine Auswahl zeigen, aber die schönsten Fotos der Besucher in den Gestüten haben wir in einer Galerie veröffentlicht - das Ganze in alphabetischer Reihenfolge: Klick! Unsere nachfolgende Übersicht ist rein subjektiv. Wir zeigen und berichten hier nur über die Gestüte, von denen wir Bilder und Nachberichte erhalten haben. Dabei haben wir keine Aufträge verteilt, sondern alles dem Zufall überlassen. Die Nachschau entspricht also einer Momentaufnahme von fast durchweg begeisterten Besuchern und viel Fleißarbeit, denn fast 200 Bilder wollen erst einmal beschriftet und hochgeladen werden. 
 
Nachfolgend ein paar Impressionen, teilweise mit Berichten und Stimmen, aus den Gestüten. Das Ganze in alphabetischer Reihenfolge. 
 

Gestüt Auenquelle

Schaut doch mal her: Call me Big macht seinem Namen alle Ehre. Foto: Karina StrübbeSchaut doch mal her: Call me Big macht seinem Namen alle Ehre. Foto: Karina StrübbeDer morgendliche Herbstnebel hat sich noch nicht ganz verzogen, da trudelten schon die ersten Gäste im Gestüt Auenquelle ein. Statt langem Warten, es war noch deutlich vor 11 Uhr, wurden die Besucher kurzerhand in den Garten gebeten, wo Kaffee, Kuchen und Sitzgelegenheiten – natürlich mit Sitzkissen in den Gestütsfarben bereitstanden. Karl-Dieter Ellerbracke ließ es sich nicht nehmen, den interessierten Besuch – teils aus dem Warmblut- teils aus dem Vollblutlager zu begrüßen. Ein kurzer aber rasanter Ritt durch die Geschichte und Entwicklung des Gestüts in Rödinghausen von den kleinen Anfängen mit nur einer Stute vor 40 Jahren bis hin zu Hochzeiten mit etwa 45-50 Stuten bildeten den Auftakt. Natürlich kam die Rede auch auf Big Shuffle, was feuchte Augen beim Hausherr hervorrief. Anschließend waren die gegenwärtigen Hengste an der Reihe, präsentiert zu werden. Soldier Hollow machte den Anfang, Call me Big wurde kurzerhand auf der Koppel besucht.  Ein Rundgang über die Anlage durfte ebenso wenig fehlen. Bei einem Gestüt dieser Größenordnung gab es allerhand zu sehen. Mitarbeiter führten die aufgehalfterten Jährlinge, Absetzer und Mutterstuten mit Fohlen vor. Gestütsleiterin Tanja Sramek lieferte die Details dazu und erklärte die Abläufe und Arbeitsphilosophie. 

Auenquelle: Mutterstuten und Fohlen werden von der Koppel geholt - vorne rechts die Gestütsleiterin Tanja Sramek. Foto: Karina StrübbeAuenquelle: Mutterstuten und Fohlen werden von der Koppel geholt - vorne rechts die Gestütsleiterin Tanja Sramek. Foto: Karina StrübbeAlle machen mit: Die Mitarbeiter präsentierten die Absetzer. Foto: Karina StrübbeAlle machen mit: Die Mitarbeiter präsentierten die Absetzer. Foto: Karina Strübbe
Streicheleinheiten: Pferde zum Anfassen für die Besucher am "Tag des Vollbluts" - hier der Deckhengst Soldier Hollow. Foto: Karina StrübbeStreicheleinheiten: Pferde zum Anfassen für die Besucher am "Tag des Vollbluts" - hier der Deckhengst Soldier Hollow. Foto: Karina StrübbeErfolgreich: Soldier Hollow präsentiert sich den Besuchern. Foto: Karina StrübbeErfolgreich: Soldier Hollow präsentiert sich den Besuchern. Foto: Karina Strübbe

Gestüt Brümmerhof

Willkommen im Gestüt Brümmerhof: Am Eingang steht ein Jockey in den Gestütsfarben. Foto: John James ClarkWillkommen im Gestüt Brümmerhof: Am Eingang steht ein Jockey in den Gestütsfarben. Foto: John James ClarkEin Wochenende im Zeichen des Galopprennsport haben Gregor und Julia Baum hinter sich. Am Samstag begrüßten sie zwei Besuchergruppen am "Tag des Vollbluts" in ihrem Gestüt Brümmerhof in Soltau, am Sonntag stand der 5. Renntag des Jahres auf der Neuen-Bult in Hannover auf dem Karte, die wie gewohnt wieder ein volles Rahmenprogramm zu bieten hatte, und als Präsident hatte Baum auch dort alle Hände voll zu tun. Doch auch auf dem Brümmerhof lief es wie am Schnürchen, für die Gäste waren eigens Pavillons aufgebaut worden, die Box, in der die legendäre Danedream zur Welt kam, wurde natürlich auch vorgeführt. "Eine sehr schöne, persönliche Atmosphäre", so die Meinung der Besucher. 

Im Vollblut-Einsatz: Gestütsbesitzer Gregor Baum begrüßt und informiert die Besucher am "Tag des Vollbluts" höchstpersönlich. Foto: John James ClarkIm Vollblut-Einsatz: Gestütsbesitzer Gregor Baum begrüßt und informiert die Besucher am "Tag des Vollbluts" höchstpersönlich. Foto: John James ClarkDie Vollblut-Frau: Julia Baum und Mitarbeiter des Gestüts Brümmerhof mit dem Pferdenachwuchs. Foto: John James ClarkDie Vollblut-Frau: Julia Baum und Mitarbeiter des Gestüts Brümmerhof mit dem Pferdenachwuchs. Foto: John James Clark

Gestüt Ebbesloh

Ebbesloh: Ansicht des Gestüts. Foto: Karina StrübbeEbbesloh: Ansicht des Gestüts. Foto: Karina StrübbeDie ersten waren noch nicht alle gegangen, da kamen schon die ersten Besucher der zweiten, nachmittäglichen Gruppe auf Gestüt Ebbesloh im  Gütersloher Norden an. In einem Nebengebäude warteten Kaffee und eine Videopräsentation mit Rennfilmen auf wissbegierige Betrachter. Den Auftakt der Veranstaltung gestaltete Besitzerin Ingeborg von Schubert selbst. Sie führt das von ihrem Großvater Dr. Richard Kaselowsky Anfang des 20. Jahrhunderts gegründete Gestüt seit 1996. Das Gestütsgebäude wurde bereits von ihm errichtet und später modernisiert. Nach dem Ausflug in die Historie übernahm Gestütsleiterin Suzanne Roberts und kam auf die heutige Zucht, die Modernisierung sowie die tägliche Arbeit zu sprechen. Natürlich gab es im Anschluss Pferde zu sehen. Hier hatte man sich entschieden, den Besuchern ausgewählte und typmäßig möglichst verschiedene Mutterstuten und ihre Nachzucht in Gruppen zu präsentieren. Avanti Polonia als klassisches Beispiel einer Steherin machte den Anfang, gefolgt von der eher im Sprintertyp stehenden Nouvelle Fortune und schließlich Estefania, die – im Gegensatz zu Nouvelle Fortune – ihre eigenen Typ kaum vererbt, was den Nachkommen nur zu deutlich anzusehen war. 

Die zweite Runde: Der Besuch beim "Tag des Vollbluts" hört interessiert zu. Foto: Karina StrübbeDie zweite Runde: Der Besuch beim "Tag des Vollbluts" hört interessiert zu. Foto: Karina StrübbeDie Mutterstuten: Estefania. Foto: Karina StrübbeDie Mutterstuten: Estefania. Foto: Karina Strübbe
Der Nachwuchs: Avanti Polonias diesjähriges Fohlen, eine Stute von Soldier Hollow. Foto: Karina StrübbeDer Nachwuchs: Avanti Polonias diesjähriges Fohlen, eine Stute von Soldier Hollow. Foto: Karina StrübbeUnd die Infos: Werbematerial wurde verteilt. Foto: Karina StrübbeUnd die Infos: Werbematerial wurde verteilt. Foto: Karina Strübbe

Gestüt Etzean

Wo ist sie ...: Jukebox Jury hält Ausschau nach seiner Herzensdame. Foto: Marion MenzerWo ist sie ...: Jukebox Jury hält Ausschau nach seiner Herzensdame. Foto: Marion MenzerAuch die Zuchtstätte im Odenwald war sehr gut besucht, 110 Gäste wurden vermeldet, darunter auch sehr viele Warmblut-Leute, die besonderen Gefallen am Deckhengst Jukebox Jury gefunden haben, dem sie einen "sehr guten Schritt" attestierten. Auch Lord of England fand seine Anhänger, überhaupt fühlten sich die Besucher im Gestüt Etzean sehr gut informiert. Die Tatsache, dass die Deckhengste dort nicht alleine auf der Koppel sind, sondern auch eine Stute als Begleitung haben, kam gut an. Besonders weil Jukebox Jury eindrucksvoll zeigte, wie wichtig ihm seine Herzensdame ist. "Tolles Gestüt, schöne Landschaft", so das Urteil, "eine Reise, die sich gelohnt hat". 

Etzean: Blick auf die Gestütsanlage. Foto: Marion MenzerEtzean: Blick auf die Gestütsanlage. Foto: Marion MenzerUnd ab geht's: Jukebox Jury mit seiner Herzensdame auf der Koppel. Foto: Marion MenzerUnd ab geht's: Jukebox Jury mit seiner Herzensdame auf der Koppel. Foto: Marion Menzer
Hat mit Feodora jetzt auch eine Gr. I-Siegerin: Lord of England präsentiert sich den Besuchern. Foto: Marion MenzerHat mit Feodora jetzt auch eine Gr. I-Siegerin: Lord of England präsentiert sich den Besuchern. Foto: Marion MenzerViel Platz: Unbeschwerte Jugend auf der Koppel. Foto: Marion MenzerViel Platz: Unbeschwerte Jugend auf der Koppel. Foto: Marion Menzer

Gestüt Fährhof

Ein Deckhengst wie aus dem Bilderbuch: Der Monsun-Sohn Maxios. Foto: Dr. Jens FuchsEin Deckhengst wie aus dem Bilderbuch: Der Monsun-Sohn Maxios. Foto: Dr. Jens Fuchs"Wir hatten eine Woche Urlaub und das Gestüt Fährhof hat uns schon immer interessiert, außerdem: Wer kann bei MaxiosSabiango, Pastorius und Campanologist schon "Nein" sagen ...?", so der Tenor des Begleitschreibens zu vielen schönen Fotos, die wir aus der traditionsreichen Zuchtstätte aus Sottrum bei Bremen zum "Tag des Vollbluts" erhalten haben.

Die Stiftung Gestüt Fährhof gehört natürlich zu den absoluten Profis in Sachen Öffentlichkeitsarbeit und Gestütsführungen. Das abschließende Urteil fällt entsprechend aus: "Campanologist ließ sich allerdings entschuldigen (war auf Dienstreise ... ). Die Führung hat der Gestütleister Stefan Ullrich selbst gemacht - es war sehr informativ. Alle waren sehr freundlich, eine 1a Bewirtung, alle Fragen wurden beantwortet (Quijano z.B. bildet die Jährlinge als Führpferd aus ...). Zusammenfassend war es beste Werbung für das Vollblut - eine sehr gelungene Veranstaltung!"

Neugierde auf beiden Seiten: Streicheleinheiten für die Absetzer auf der Koppel. Foto: Dr. Jens FuchsNeugierde auf beiden Seiten: Streicheleinheiten für die Absetzer auf der Koppel. Foto: Dr. Jens FuchsBn ich nicht schick?: Derbysieger Pastorius. Foto: Dr. Jens FuchsBn ich nicht schick?: Derbysieger Pastorius. Foto: Dr. Jens Fuchs
Fährhof: Gestütsleiter Stefan Ullrich informiert die Besucher beim "Tag des Vollbluts". Foto: Dr. Jens FuchsFährhof: Gestütsleiter Stefan Ullrich informiert die Besucher beim "Tag des Vollbluts". Foto: Dr. Jens FuchsEin Blick in die Historie: Die großen Drei - Literat, Acatenango, Surumu. Foto: Dr. Jens FuchsEin Blick in die Historie: Die großen Drei - Literat, Acatenango, Surumu. Foto: Dr. Jens Fuchs

Gestüt Görlsdorf

"Es war ein schöner Tag in sehr reizvoller, weiter Landschaft (Hügel wie in Irland) auf einem wunderschönen alten Gelände. Die Mitarbeiter waren allesamt äußerst freundlich und die Pferde sehr neugierig und interessiert an den Zweibeinern auf der anderen Seite des Zaun", schreibt uns eine Leserin, die das Gestüt Görlsdorf besucht hat. Bei den Fotos hatten wir die Qual der Wahl ....

Görlsdorf: Die Besucher beim "Tag des Vollbluts" auf Wanderschaft.  Foto: Antje KreiselGörlsdorf: Die Besucher beim "Tag des Vollbluts" auf Wanderschaft. Foto: Antje KreiselHallo: Und wer bist Du? Foto: Antje KreiselHallo: Und wer bist Du? Foto: Antje Kreisel
Stillleben: Schöner Blickfang. Foto: Antje KreiselStillleben: Schöner Blickfang. Foto: Antje KreiselSo viel Grün: Blick auf Gestütsgebäude. Foto: Victoria MoSo viel Grün: Blick auf Gestütsgebäude. Foto: Victoria Mo

 Gestüt Graditz

Graditz: Der Highest Honor-Sohn Santiago macht Eindruck. Photographic Highlights by Daniela FaustGraditz: Der Highest Honor-Sohn Santiago macht Eindruck. Photographic Highlights by Daniela Faust"Ein schöner Tag mit viel "Pferd" und frischer Luft, mir hat's gefallen", hören wir von einer Besucherin im Gestüt Graditz, wo natürlich besonders der Highest Honor-Sohn Santiago seiner Anhänger fand. Da störte selbst der spätsommerliche Nieselregen nicht. 

Auf der Koppel: I feel good .. Photographic Highlights by Daniela FaustAuf der Koppel: I feel good .. Photographic Highlights by Daniela FaustDer Nachwuchs: Ey, ich rieche was. was Du nicht riechst ... Photographic Highlights by Daniela FaustDer Nachwuchs: Ey, ich rieche was. was Du nicht riechst ... Photographic Highlights by Daniela Faust
Blick hinter die Kulissen: Die Tore wurden für die Besucher am "Tag des Vollbluts" geöffnet. Photographic Highlights by Daniela FaustBlick hinter die Kulissen: Die Tore wurden für die Besucher am "Tag des Vollbluts" geöffnet. Photographic Highlights by Daniela FaustWetterfest: Das bisschen Regen macht uns doch nichts .... Photographic Highlights by Daniela FaustWetterfest: Das bisschen Regen macht uns doch nichts .... Photographic Highlights by Daniela Faust

Gestüt Harzburg

Ein Gestüt, das auf dem Ausflugsziel jeder Grundschulklasse der Region steht und bei der Rennwoche immer für alle Besucher offen steht, gehört an so einem Tag nicht unbedingt zu den Publikumsmagneten. Aber denen, die im Gestüt Harzburg waren, hat es gut gefallen. "Es war sehr gemütlich", war zu hören, "abgesehen davon, dass nicht so viel Aufwand betrieben wurde wie in den großen Gestüten, war es eine sehr freundliche angenehme Führung durch den Gestütsleiter Andreas Kißler, auch über die herrlichen Weiden, soweit sie bei dem Wetter begehbar waren. Die Stuten und Fohlen waren toll im Lack und bekamen auch ihre Streicheleinheiten. Kalatos ist für sein gesetztes Alter auch noch fit und hat Spaß am Leben, auch Adlerflug hat uns gut gefallen."

Macht Eindruck: Der Deckhengst Adlerflug im Paddock vor dem Hauptstall. Foto: Jeannie MontgomeryMacht Eindruck: Der Deckhengst Adlerflug im Paddock vor dem Hauptstall. Foto: Jeannie MontgomeryAuf der Koppel: Kamsin-Stutfohlen mit ihrer Mutter At First Sight. Foto: Jeannie Montgomery Auf der Koppel: Kamsin-Stutfohlen mit ihrer Mutter At First Sight. Foto: Jeannie Montgomery 

Gestüt Römerhof

Irgendwann konnten auch die Regenschirme zugespannt werden und die Besucher hatten die Hände frei, um die Pferde zu streicheln. Aus dem Gestüt Römerhof, in dem Gestütsherr Michael Andree die Besucher höchstpersönlich informierte, haben wir so viele Bilder, dass wir den Blick in unsere Galerie dringend empfehlen, natürlich wurden auch die Deckhengst Mamool und Nicaron präsentiert.

Römerhof: Vollblutzucht hautnah erleben - viele Besucher nutzten die Gelegenheit im Gestüt Römerhof. Foto privat/Gestüt RömerhofRömerhof: Vollblutzucht hautnah erleben - viele Besucher nutzten die Gelegenheit im Gestüt Römerhof. Foto privat/Gestüt RömerhofChefsache: Gestütsbesitzer Michael Andree gibt Einblicke in die Vollblutzucht. Foto privat/Gestüt RömerhofChefsache: Gestütsbesitzer Michael Andree gibt Einblicke in die Vollblutzucht. Foto privat/Gestüt Römerhof

Gestüt Röttgen

Röttgen: Ordnung ist das halbe Leben - der Deckplan. Foto: Anne HagerRöttgen: Ordnung ist das halbe Leben - der Deckplan. Foto: Anne HagerMit einer Fläche so groß wie Monaco, einem Schloss, historischen Stallungen, weitläufigen Koppeln und so viel Geschichte, die man dort atmen kann, gehörte das Gestüt Röttgen natürlich zu den begehrtesten Adressen. Auch dort sind die Mitarbeiter Profis bei den Gestütsbesichtigungen, schließlich gehört der alljährliche Züchtertreff dort zu einem festen Programm. Den "Tag des Vollbluts" nutzten viele, die dort nicht auf der Einladungsliste stehen, aber trotzdem einen Blick hinter die Kulissen werfen wollen. Reliable Man ist zwar derzeit noch im Ausland, aber mit Kamsin und Kallisto konnten zwei Deckhengste in ihrer ganzen Pracht live bewundert werden.

Wagt einen Blick in die Menge: Kamsin ganz cool. Foto: Anne HagerWagt einen Blick in die Menge: Kamsin ganz cool. Foto: Anne HagerGlänzende Erscheinung: Kallisto präsentiert sich den Besucher am Tag des Vollbluts.  Foto: Gabriele SuhrGlänzende Erscheinung: Kallisto präsentiert sich den Besucher am Tag des Vollbluts. Foto: Gabriele Suhr
Wir sind dann mal weg: So groß sind die Koppeln, auf denen der Nachwuchs groß wird. Foto: Anne HagerWir sind dann mal weg: So groß sind die Koppeln, auf denen der Nachwuchs groß wird. Foto: Anne HagerHier werden die Pferde trainiert: Der alte Rennstall. Foto: Anne HagerHier werden die Pferde trainiert: Der alte Rennstall. Foto: Anne Hager

Gestüt Schlenderhan

Eines der Highlights war der Besuch im Gestüt Schlenderhan, das Privatgestüt in Bergheim bei Köln war als erstes ausgebucht, denn hier gehören Führrungen nicht zum Alltag. Offiziell waren 130 Besucher dort, wahrscheinlich hat man irgendwann nur mit dem Zählen aufgehört, es sah nach weitaus mehr aus. Sehr launig  soll der General Manager Gebhard Apelt die Besucher unterhalten haben, heißt es, und damit die Mutterstuten mit ihrem Nachwuchs auch ein wenig männliche Unterstützung haben, wurden die eigentlich im nahegelegenen Gestüt Erftmühle stationierten Deckhengste Tertullian und Wiener Walzer präsentiert.

Eine von zwei Besuchergruppen: Großer Andrang vor dem Gestütseingang am Schloss. Foto: Sabine EffbenEine von zwei Besuchergruppen: Großer Andrang vor dem Gestütseingang am Schloss. Foto: Sabine EffbenDenkmal: Die Besuchergruppe passiert die Statue des legendären, 2012 verstorbenen Monsun. Foto: Sabine EffgenDenkmal: Die Besuchergruppe passiert die Statue des legendären, 2012 verstorbenen Monsun. Foto: Sabine Effgen
Stars zum Anfassen: Hier genießt der Deckhengst Wiener Walzer, der eigens aus Erftmühle gekommen war, die Streicheleinheiten einer Besucherin. Foto: Sabine EffgenStars zum Anfassen: Hier genießt der Deckhengst Wiener Walzer, der eigens aus Erftmühle gekommen war, die Streicheleinheiten einer Besucherin. Foto: Sabine EffgenBeliebtes Fotomotiv: Die Schlenderhaner Fohlen mit ihren Müttern. Foto: Thomas HartwigBeliebtes Fotomotiv: Die Schlenderhaner Fohlen mit ihren Müttern. Foto: Thomas Hartwig

Union Gestüt

Hat aus wenig Chancen viel gemacht: Deckhengst It's Gino. Foto: Ursula Stüwe-SchmitzHat aus wenig Chancen viel gemacht: Deckhengst It's Gino. Foto: Ursula Stüwe-SchmitzDer Deckhengst It's Gino ist natürlich der Star im Union Gestüt, in dem Tanya Rogge vom Stall 5-Stars die Besucher begrüßte. Die etwa 50 Gäste bekamen aber auch Einblicke in den Gestütsalltag und konnten den Nachwuchs auf der Koppel in Augenschein nehmen.

Union Gestüt: Tanya Rogge vom Stall-5-Stars begrüßt die Besucher. Foto: Walter StürzeUnion Gestüt: Tanya Rogge vom Stall-5-Stars begrüßt die Besucher. Foto: Walter StürzeBlick in die Kinderstube: Stuten und Fohlen auf der Koppel. Foto: Walter StürzeBlick in die Kinderstube: Stuten und Fohlen auf der Koppel. Foto: Walter Stürze

 Gestüt Trona

Hoch im Norden beenden wir unseren Gestütsrundgang vom "Tag des Vollbluts". Im Gestüt Trona in Schneverdingen begrüßte die Familie Moser etwa 45 Gäste. Die Deckhengste Wiesenpfad und Electric Beat standen besonders im Fokus. Der Schimmel wurde auf Facebook der ganz besondere Star ...

Im Gestüt Trona: Der Deckhengst Electric Beat wird präsentiert. Foto: Nora LentheIm Gestüt Trona: Der Deckhengst Electric Beat wird präsentiert. Foto: Nora LentheOb es auch für uns was zu Essen gibt?: Hernando Directa im Gestüt Trona. Foto: Nora LentheOb es auch für uns was zu Essen gibt?: Hernando Directa im Gestüt Trona. Foto: Nora Lenthe

Dass in einem einzigen Gestüt nur zwei Gäste angemeldet waren und am Ende gar keiner kam, war die Ausnahme, und dabei "haben wir extra die Fenster geputzt", hieß es von den nicht allzu enttäuschten Gestütern.

Ein Dankeschön an alle Fotografen, leider konnten wir hier nicht alle Bilder veröffentlichen ... aber mehr Impressionen gibt es in der Galerie zum "Tag des Vollbluts 2014": Klick!

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