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Bei Heirat Stallwette

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 650 vom Freitag, 08.01.2021

Die New York State Gaming Commission hat in einer neuen und sofort heftig kritisierten Regel verfügt, dass in Rennen, in denen verheiratete Jockeys gegeneinander antreten, deren Ritte zukünftig in einer Art Stallregelung zu einer gemeinsamen Quote an den Start gehen müssen. Aktuell wurde dies verfügt, nachdem die auf den Bahnen des US-Bundesstaates aktiven Jockeys Trevor McCarthy und Katie Davis geheiratet haben. Die verzwickte Regel besagt, dass etwa auf Geschwister – ein Beispiel wären die Spitzenjockeys Jose und Irad Ortiz jr. – separat gewettet werden kann, außer, sie würden in einem gemeinsamen Haushalt leben. In anderen Bundesstaaten gibt es durchaus Beispiele von verheirateten Jockey-Paaren, die anstandslos gegeneinander reiten.

Die ab dem 1. Januar in New York gültige Regelung hatte schon am Sonntag in Aqueduct zu einer skurrilen Entscheidung geführt: Davis hatte im neunten Rennen des Tages einen Ritt, McCarthy erst nicht, wurde dann aber kurzfristig als Ersatzreiter für einen verhinderten Kollegen gebucht. Eine „Stallregelung“ war so schnell nicht mehr nötig, die Rennleitung entschied, dass auf McCarthys Pferd keine Wetten angenommen werden durften.

Nicht, dass sich diese Regel auch in Großbritannien durchsetzt: Über Weihnachten haben sich Tom Marquand und Hollie Doyle, das Glamour-Paar der britischen Szene, in ihrem Urlaubsresort in der Karibik verlobt. Doyle hat 2020 auf der Insel 151 Sieger geritten, Marquand 147. 

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