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Guineas-Auktion mit einem sechsstelligen Zuschlag

Diese Kodiac-Stute erlöste 150.000gns. Foto: Tattersalls

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 567 vom Freitag, 10.05.2019

Neun Zuschläge im sechsstelligen Bereich waren es 2018 bei der Guineas Breeze Up-Auktion in Newmarket, in diesem Jahr war es gerade einmal ein einziger Verkauf für 100.000gns. und mehr. Da der Mittelmarkt aber durchaus stabil war, blieb am vergangenen Freitag ein deutlicher Rückgang jedoch aus, zumal auch die Verkaufsrate anzog. Wie bei anderen Zweijährigen-Auktionen in diesem Jahr war der Katalog gestrafft worden, 144 Pferde kamen in den Ring, immerhin 121 wurden verkauft. Der Schnitt pro Zuschlag ging gegenüber dem Vorjahr um zwölf Prozent auf 28.839gns. zurück.

Den Höchstpreis von 150.000gns. erzielte eine Tochter des immer populären Kodiac (Danehill). 60.000 Euro hatte sie als Fohlen gekostet, Anbieter waren die Oak Farm Stables, Käufer Daniel Creighton, der im Auftrag von John Dance den Zuschlag bekam. Sie stammt aus einer Archipenko-Tochter und geht auf die große Renn- und Zuchtstute Detroit (Riverman) zurück, Richard Fahey wird sie künftig trainieren.

Auf 95.000gns. kam eine Sepoy-Stute aus einer Exceed and Excel-Mutter, sie sicherte sich Blandford Bloodstock für einem Besitzer von Trainer Richard Hughes. Teuerster Hengst war ein Lope de Vega-Sohn, der als Jährling an gleicher Stelle gerade einmal 10.000gns. gekostet hatte, jetzt für 75.000gns. in den Stall von Trainer Alan King wechselte. Den gleichen Preis brachte eine Mukhadram-Stute aus der Linie der mehrfachen Gr.-I-Siegerin Salsabil (Sadler’s Wells), sie erwarb der Agent Alex Elliott. Das „Pinhook“ des Tages war eine Holy Roman Emperor-Stute, die das Woodtown House Stud letztes Jahr für gerade einmal 1.000gns. gekauft hatte. Diesmal brachte sie 67.000gns., ging an Andrzej Zielinski aus Polen, der gleich einmal Rennen in Deutschland als Fernziel ausgab.

In der Session der Pferde in Training, die der Breeze Up-Auktion voran ging, war es der fünf Jahre alte Wallach Executive Force (Sepoy), der den Höchstpreis erzielte. Der Seriensieger aus dem Stall von Trainer Michael Wigham ging an Ex-Jockey Ted Durcan, der für saudi-arabische Interessen bei 65.000gns. den Zuschlag bekam. 84 der 93 angebotenen Lots wurden in diesem Segment zu einem Schnitt von 11.587gns. verkauft, ein Plus von immerhin dreißig Prozent gegenüber 2018. Hier gab es den einzigen deutschen Kauf: Udo Rattay aus Hamminkeln ersteigerte für 19.000gns. aus dem Stall von Trainer William Haggas den vier Jahre alten Wallach Magical Sight (Sea The Stars). Er war erst dreimal am Start, hat letzten September über 2300 Meter in Haydock gewonnen.

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