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Godolphin-Bonanza in den USA

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 687 vom Freitag, 24.09.2021

Eine ganze Reihe von europäischen Startern war am vergangenen Wochenende in Nordamerika am Start, wobei sich die Reise insbesondere für die Godolphin-Pferde gelohnt hat. Ein souveräner Sieger war dabei der von Charlie Appleby trainierte Walton Street (Cape Cross), der nach einer erfolgreichen Dubai-Kampagne im August bei seinem Comeback Dritter im Großer Preis von Berlin (Gr. I) war. Mit Frankie Dettori im Sattel kam er am Samstag in Woodbine/Kanada zu einem Cantersieg in den mit 600.000 kanadischen Dollar (ca. €400.000) Canadian International Stakes (Gr. I). Als 4:5-Favorit am Start setzte sich der sieben Jahre alte Wallach mit fast sechs Längen Vorsprung auf den von David Simcock trainierten Desert Encounter (Halling) durch, die offensichtlich überforderte lokale Konkurrenz war ebenfalls deutlich zurück. 

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Tags darauf gewann an gleicher Stelle Godolphins Wild Beauty (Frankel) die Natalma Stakes (Gr. I), wobei ebenfalls Frankie Dettori im Sattel saß. Die Favoritin versäumte sich am Ablauf, setzte sich am Ende aber überlegen gegen Pizza Bianca (Fastnet Rock) und Eminent Victor (Mr. Z) durch. Es war in diesem zweijährigen Stuten vorbehaltenen 1600-Meter-Rennen der erste Erfolg eines Frankel-Nachkommens in einem Gr. I-Rennen in Nordamerika.

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Nur dreißig Minuten später war Dettori auf dem Appleby-Schützling Albahr (Dubawi) in den Summer Stakes (Gr. I) erfolgreich. In dem 400.000 Dollar-Rennen war der zwei Jahre alte Wallach wie seine Stallgefährten als heißer Favorit angetreten, siegte gegen Grafton Street (War Front) und Degree of Risk (Cairo Prince). Albahr hatte im Frühjahr zwei Rennen bestritten, war in Haydock erfolgreich gewesen. Anschließend wurde er kastriert, ist seitdem bei drei Starts ungeschlagen.

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Eine erstaunliche Vorstellung zeigte auch der drei Jahre alte Wallach Yibir (Dubawi) in den Jockey Club Derby Invitational Stakes (Gr. I) in Belmont Park/USA. Nach erheblichem Startverlust rollte der von Jamie Spencer gerittene Godolphin/Appleby-Verteter die Konkurrenz förmlich auf und gewann souverän gegen Soldier Rising (Frankel) und Slicked Back (Quality Road), Vierter wurde der Coolmore-Vertreter Bolshoi Ballet (Galileo). Yibir ist ein Sohn der von der Stiftung Gestüt Fährhof gezogenen Rumh (Monsun). Nach eher enttäuschenden Leistungen auf dem Weg zum Cazoo Derby (Gr. I) wurde er im späten Frühjahr kastriert. Seitdem gewann er die Great Voltigeur Stakes (Gr. II), die Bahrain Trophy (Gr. III) und jetzt in Belmont Park.

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In den Jockey Club Invitational Stakes für Stuten über 2200 Meter waren die die europäischen Starter Harajuku (Deep Impact) und Creative Flair (Dubawi) Dritte und Vierte, doch ging der Sieg an die in Irland gezogene Shantisara (Coulsty) unter Flavien Prat. Die eher unspektakulär gezogene Dreijährige, die noch letztes Jahr von Frederic Rossi trainiert wurde, hatte zuvor ein Gr. III-Rennen gewonnen, sie ist in der Obhut von Chad Brown.  

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