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Gleich zwei Comebacks

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 200 vom Freitag, 03.02.2012

Horst-Gregor Lappe, 52, kehrt an die Stelle langjähriger Tätigkeit zurück und wird den Stuhl des Geschäftsführers beim Münchener Rennverein wieder einnehmen. Diesen Posten hatte er unter dem gerade gewählten Dietrich von Boetticher bereits schon einmal inne - mit dessen Nachfolger Wolfgang Wille klappte es dann aber weniger gut, Lappe verließ das Haus, um jetzt als Vertrauter des Ammerländer Gestütsherr wieder zurück zu kehren. Es ist aber eine andere, schwierige Welt, die Lappe vorfindet, die wirtschaftliche Situation hat sich radikal geändert. So muss es überraschen, dass Boetticher mit dem Rheinland-Pokal ein weiteres Gruppe I-Rennen nach Riem holen will, das zumindest in diesem Jahr in unmittelbarer zeitlicher Nähe mit dem Dallmayr-Preis (Gr. I) gelaufen wird. Das hat in der Vergangenheit schon in Düsseldorf (Diana, Deutschlandpreis) von der PR her nicht besonders geklappt. Zudem soll am 1. Mai die Silberne Peitsche (Gr. III) über 1300 Meter in München gelaufen werden, die Ausschreibungen dafür waren bereits im letzten Rennkalender zu lesen. Diese Pläne sind konträr zu von einst anderen von Vorstandmitglieder getätigten. So hatte Hermann Bauer, der Vorsitzende der Bayerischen Besitzervereinigung, noch vor Wochen den Münchener Medien sinngemäß kundgetan, man brauche eigentlich keine solchen Gruppe-Rennen in Riem sondern müsse vielmehr die Basis stärken.
Ob der bisherige Generalsekretär Rudolf Oster weiterhin für den Rennverein tätig sein wird, ist noch nicht geklärt. Sein Beratervertrag läuft zumindest noch bis zum Ende des Jahres. Möglicherweise wird er sich verstärkt um die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins kümmern.

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