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Fulminanter Start in Keeneland

Der Quality Road-Hengst schaut aus der Box heraus. Foto: Keeneland

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 736 vom Freitag, 16.09.2022

Die Keeneland September Sale, die größte Jährlingsauktion der Welt, mag rund viertausend Jährlinge umfassen und bis zum Ende der kommenden Woche dauern, doch wichtig sind insbesondere die ersten Tage, zwei genau, denn „Book 1“ umfasst die Eröffnungstage der Auktion in Kentucky. Natürlich hat dies einen gewissen „Boutique“-Charakter, doch muss die Stärke des Marktes schon erstaunen. In den ersten beiden Sessionen wurden 224 Jährlinge für 114,5 Millionen Dollar verkauft, der Schnitt pro Zuschlag lag bei 511.250 Dollar. Allein 22 Lots erzielten einen Zuschlag von einer Million Dollar und mehr, vor Jahresfrist waren es elf gewesen. Das Plus beim Schnitt lag bei immerhin 17,3 Prozent.

Den Höchstpreis von 2,5 Millionen Dollar erzielte am ersten Auktionstag ein Sohn von Quality Road, bei dem der Agent David Ingordo im Auftrag eines mehrköpfigen Syndikates den Kaufzettel unterschrieb. Die Mutter war Gr. III-platziert, schon ihr Justify-Jährling im vergangenen Jahr brachte 1,55 Millionen Dollar und wurde von einem ähnlichen Syndikat erworben.

1,8 Millionen Dollar brachte ein Constitution-Hengst, 1,7 Millionen Dollar ein Curlin-Hengst, die teuerste Stute, eine Gun Runner-Tochter erlöste 1,5 Millionen Dollar.

Interessant war sicherlich, dass Shadwell nach längerer Abstinenz wieder als Käufer aktiv war. An den ersten beiden Tagen wurden drei Jährlinge gekauft, darunter eine Constitution-Stute für 750.000Dollar und eine Medaglia d’Oro-Tochter für 700.000 Dollar. Coolmore war selektiv auch in höheren Regionen aktiv, so bei 1,1 Millionen Dollar für einen Curlin-Hengst, auch Juddmonte, hingegen wurde der Name Godolphin zumindest offiziell nicht registriert.  Japanische Interessen ersteigerten u.a. einen Curlin-Hengst für 1,2 Millionen Dollar.

Bei den Deckhengsten war erwartungsgemäß Into Michief die Nummer eins. 29 seiner Nachkommen wurden in „Book 1“ zu einem Schnitt von 664.000 Dollar verkauft. Bei den „freshman sires“ brachten die Nachkommen von Omaha Beach im Schnitt 454.000 Dollar.

Das Tempo setzte sich auch am Mittwoch fort, als zu Beginn von „Book 2“ gleich sechs Jährlinge zu einem siebenstelligen Preis verkauft wurden. Ein weiterer Bericht zu dieser Auktion folgt in der kommenden Woche.

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