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Fünf Millionen Dollar für Abel Tasman

Die Salestopperin Abel Tasman. Foto: Keeneland

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 550 vom Freitag, 11.01.2019

Es war von vornherein klar, dass Abel Tasman (Quality Road) bei der Keeneland January Horses of All Ages Sale, mit der am Montag die Auktionssaison in den USA eröffnet wurde, das teuerste Pferd werden würde. Am Ende fiel der Hammer bei fünf Millionen Dollar, Coolmore ersteigerte die Stute, womit ein bereits im Jahre 2000 erzielter Rekord für diese Auktion egalisiert wurde.

Die fünf Jahre alte Stute, die Bob Baffert für den China Horse Club und die Clearsky Farms trainiert hatte, hat in ihrer Karriere sechs Gr. I-Rennen gewinnen können, darunter die Kentucky Oaks und die American Oaks. „Sie hat alles und ist der Traum eines jeden Züchters“, meinte Dermot Ryan, Manager von Coolmores USA-Dependance Ashford Stud, der den Kaufzettel unterzeichnete. „Sie wird aller Voraussicht nach hier bleiben und in den nächsten Wochen gedeckt werden, von wem, das werden die Magniers und ihre Partner entscheiden. Aber mit American Pharoah, Justify und Uncle Mo haben wir genügend Auswahl.“  

Mark Taylor von Taylor Made, Consignor des Pferdes, zeigte sich zufrieden. „Ein guter Preis für den Verkäufer, aber auch für den Käufer ist es ein hervorragender Deal“, sagte er, „eine solche Stute ist in der Lage, Deckhengste zu bringen.“ 1996 hatte Coolmore aus dem Taylor Made-Angebot die von Storm Cat tragende Mutterstute Mariah’s Storm für 2,6 Millionen Dollar gekauft, heraus kam der große Giant’s Causeway. „In diese Kategorie könnte Abel Tasman wachsen“, fügte Taylor an, „mit etwas Glück kann eine solche Stute mit ihren Nachkommen dreihundert, vierhundert Millionen Dollar erlösen, wenn man Decktaxen hinzuzählt.“

Es war trotz einer Rückkaufquote von fast dreißig Prozent – im letzten Jahr lag sie bei dieser Session allerdings bei 38,6 % - ein starker Eröffnungstag der Auktion. 750.000 Dollar erlöste die von War Front tragende A Star is Born (Galileo), eine rechte Schwester des Gr. I-Siegers und Deckhengstes Rip van Winkle, Mutter bereits von Fleet Review (War Front), Listensieger und Zweiter in den Middle Park Stakes (Gr. I). A Star is Born wurde von der Summer Wind Farm gekauft. Die in Frankreich gezogene Fatale Bere (Pedro the Great), dort zweifache Siegerin, in den USA letzte Saison u.a. in den Del Mar Oaks (Gr. I) erfolgreich, ging für 700.000 Dollar an die japanische Shadai Farm.

Bei den „short yearlings“, den gerade erst ins Jährlingsalter gekommenen Nachwuchspferden, war es ein Sohn von Into Mischief, der mit 375.000 Dollar den Höchstpreis brachte. Ein Hengst aus dem ersten Jahrgang von American Pharoah kostete 330.000 Dollar.

Auch an den Folgetagen – die Auktion war am Donnerstag erst nach Redaktionsschluss beendet – konnte sich das Geschäft durchaus sehen lassen.  Gerade junge Stuten mit attraktiven Bedeckungen fanden großes Interesse. Am Dienstag war es die acht Jahre alte House Rules (Distorted Humor), die zu einem Zuschlag von 750.000 Dollar das teuerste Pferd war. Tragend von Quality Road ging die zweifache Gr. III-Siegerin an die WinStar Farm. Bei den Jährlingen brachte einen Union Rags-Sohn 390.000 Dollar, womit er in diesem Segment zum Salestopper der Auktion wurde. Käufer war Gerry Dilger von Albert Racing.

Nach drei von vier Auktionstagen waren 703 Pferde für 42,9 Millionen Dollar verkauft worden, der Schnitt pro Zuschlag betrug 61.069 Dollar. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 651 Pferde für 31,7 Millionen Dollar gewesen, der Schnitt lag bei 48.763 Dollar.

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