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Foto-Finish im Großen Preis der Landeshauptstadt: Zazou eine Nasenlänge vor Calyxa

Im Ziel dann mit einer Nase voraus: Die Nummer 5, Zazou, siegt im  93.Großer Preis der Landeshauptstadt Düsseldorf unter Alexander Pietsch vor Calyxa innen. www.galopp-duesseldorf.de

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Daniel Delius

Trainer Peter Schiergen konnte sich den 93. Großen Preis der Landeshauptstadt ganz in Ruhe anschauen, denn diesmal hatte er keinen Starter dabei. Den Sieger konnte aber auch ein Profi wie er nicht erkennen, auch in der Wiederholung nicht. "Ich glaube, Calyxa war vorne", meinte er, aber das Zielfoto sagte dann doch etwas anderes. Nur wenige Zentimeter trennten die beiden Erstplatzierten, am Ende war der sechs Jahre alte Hengst Zazou vorne, Calyxa, die Favoritin des über 1700m führenden Rennens, musste sich knapp geschlagen geben.

Besonders bitter für das Team der Zweitplatzierten, war es doch die zweite minimale Niederlage, die sie in diesem Jahr auf der Düsseldorfer Rennbahn hinnehmen musste. Schon in den 1000 Guineas im Juni war sie Zweite, "aber so ist der Rennsport", nahm es Trainer Ferdinand Leve gelassen, "Calyxa hat in der laufenden Saison kaum einmal enttäuscht, hat immerhin drei Rennen gewonnen, nächstes Jahr greifen wir dann wieder an."

Der Sieg ging aber an Zazou, auf dem Jockey Alexander Pietsch auf den Punkt genau vorne war, denn unterwegs hatte er sich das meist von hinten angesehen. "Es wird immer gesagt, dass die heutige Strecke zu kurz für ihn ist, aber das ist nicht der Fall", freute sich Trainer Waldemar Hickst. Der Kölner Trainer musste mit dem Hengst eine mehrmonatige Pause einlegen, "das Pferd ist im Winter in Dubai gelaufen, das hat ihm viel Substanz gekostet." Der Besitzer des Siegers war nicht anwesend, es ist der mehr als umstrittene tschetschenische Machthaber Ramzan Kadyrov, der ohnehin noch nie einen Schritt auf deutschen Boden gesetzt hat. Oberbürgermeister Dirk Elbers konnte somit höchst entspannt die Ehrenpreise an Jockey und Trainer übergeben.

Mann des Tages war einmal mehr Andrasch Starke, der sich im Hauptrennen im Sattel von Empire Storm zwar nur mit dem fünften Platz zufrieden geben musste, dafür aber im Rahmenprogramm gleich dreimal erfolgreich war und auf dem besten Wege ist, seinen Titel als Deutscher Meister der Jockeys zu verteidigen. Im finalen Rennen des Tages war er im Sattel des Favoriten Fresh Skyline für den Grafenberger Trainer Sascha Smrczek erfolgreich, einer von zwei Siegern des Lokalmatadors an diesem Tag. Für den anderen sorgte Floresco, der Besitzer Egbert Schäfer den 50. Treffer in seiner auch nicht geraden kurzen Zeit als Rennstallbesitzer bescherte.

Der Wettumsatz von knapp 230.000 Euro war deutlich besser als am Vergleichsrenntag des Vorjahres, bei bestem Wetter war der letzte Renntag der Saison auch hervorragend besucht. "Solange ich etwas zu sagen habe, muss man sich um die Rennbahn keine Gedanken machen", war denn auch die Aussage des Oberbürgermeisters, was die Entscheidungsträger des Düsseldorfer Reiter- und Rennvereins erfreut gehört haben.

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