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Dubai Gold Cup: Sisfahan wird Siebter - der Ex-Deutsche Ardakan Vierter

Autor: 

Frauke Delius
Der Dubai Gold Cup 2023: Der Sieger heißt Broome (vorne links) mit Ryan Moore im Sattel, Sisfahan (Jack Mitchell) in den pink-hellgrünen Darius Racing Farben landet auf Rang 7. ©galoppfoto - Frank SorgeDer Dubai Gold Cup 2023: Der Sieger heißt Broome (vorne links) mit Ryan Moore im Sattel, Sisfahan (Jack Mitchell) in den pink-hellgrünen Darius Racing Farben landet auf Rang 7. ©galoppfoto - Frank SorgeSo richtig mitspielen können die deutschen Galopper in diesem Winter nicht bei den Millionen-Rennen im Mittleren Osten. Die Zeiten der erfolgreichen Globetrotter wie PaoliniSilvano oder Caitano, um ein wenig in der Vergangenheit zu schwelgen, die um die Jahrtausendwende nicht nur mitmischen sondern auch große Rennen in Dubai & Co. gewinnen konnten, scheinen Geschichte zu sein.
Für Sisfahan, den Derbysieger von 2021, war es nach Riad der zweite Versuch von den dicken Sahnehäubchen auf der internationalen Turf-Torte etwas abzubekommen. Ganz leer ging der von Henk Grewe für Darius Racing trainierte 5jährige Isfahan-Sohn im Dubai Gold-Cup, Gr. II, abermals nicht raus, aber 10.000 Dollar für Platz 7 sind bei einem Rennen, in dem es immerhin noch um eine Millionen Dollar ging, nicht viel mehr als die letzten Krümel, die noch übrig geblieben sind.
Zwar finden der Trainer und der Manager Holger Faust noch lobende Worte für den Ritt des Jockeys, der wie in Riad wiederum Jack Mitchell hieß, und zeigten sich auch sonst offiziell zufrieden, aber insgeheim hatte man sich sicherlich doch mehr erhofft. Die Distanz sei zu lang gewesen, wird eingeräumt. Genau richtig fand der Sieger Broome, der auch erst das zweite Mal über die langen 3.200 Meter unterwegs war (über den ersten Versuch decken wir den Mantel des Schweigens) die Wegstrecke: Mit einem kurzen Hals gewann der sieben Jahre als Haudegen mit Ryan Moore im Sattel gegen Siskany. Der Lohn: 543.000 Euro. Es lohnt sich also, es zu versuchen.
 
Das beste Beispiel dafür (danke für den Hinweis) lieferte vor zwei Jahren Walderbe (Maxios), der im Dubai Gold Cup als Zweiter für den Stall Düsseldorf Fighters mit Mickaelle Michel für Furore sorgte.
 
Unter der Prämisse, dass Deutschland im letzten Jahr erstmalig und in diesem vermehrt beim "World-Pool" mitmischen will, ist es gut, dass wenigstens einige deutsche Pferde bei solchen internationalen Events dabei sind. Der Ex-Deutsche Ardakan, immerhin Sieger im Derby Italiano für Darius Racing, hat als Vierter eine gute Vorstellung geliefert und Sisfahan hat sich genauso wie in Riad nicht blamiert. So viel ältere Grand Prix-Pferde gibt es nach dem Karriereende von Torquator Tasso nicht, deshalb ist jeder Versuch, international die Hufe auszustrecken, zu begrüßen.
 
Es war die letzte wichtige Rennveranstaltung in der Saison 2022/2023 im Mittleren Osten mit dem Dubai World Cup als Highlight. In dem gab es 12 Millionen Dollar zu verdienen, davon ging die dickste Beute nach Japan, an Ushba Tesoro mit Yuga Kawada im Sattel.
#turftimes

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