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Dietrich von Boetticher kündigt die Münchner Derby-Bewerbung an

Münchens Vereinspräsident Dietrich von Bötticher kündigt die Derby-Bewerbung an. www.galoppfoto.de - Frank Sorge

Autor: 

Frauke Delius

Die öffentliche Ausschreibung des Deutschen Galopp-Derbys, das seit 1869 (bis auf fünf kriegsbedingte Ausnahmen) immer auf der Galopp-Rennbahn in Hamburg-Horn stattgefunden hat, sorgt für viel Diskussionsstoff. Auf einer Pressekonferenz in München erklärte dazu heute der Präsident Dietrich von Boetticher, dass sich der Münchner Rennverein für die Ausrichtung ab 2013 bewerben will. "Unser hervorragendes Geläuf ist das entscheidende Pik-Ass", betonte Bötticher, "Wir sind der Meinung, dass wir sehr günstige Konditionen anbieten können".

Der Hamburger Renn-Club wird sich in jedem Fall auch bewerben. "Wir wollen das Derby unbedingt behalten", stellt Präsident Eugen-Andreas Wahler klar und kritisiert vor allem die Form, in der er von der öffentlichen Ausschreibung des Derbys erfahren habe: "Wir bekommen ein solches Schreiben auf einem Briefbogen, auf dem mein Name steht. Das kann es doch nicht sein." Der Hamburger Renn-Club kündigt eine Pressekonferenz für den 15. August an - an dem Tag, an dem die Bewerbungsfrist abläuft.

Zu Wort meldete sich auch Direktoriumsspräsident Albrecht Woeste im Rahmen der Pressetermine zum 154. Henkel-Preis der Diana - dem Deutschen Stuten-Derby, das am kommenden Sonntag in Düsseldorf stattfindet, wo er auch Vize-Präsident ist. Demnach sei es nicht ausgeschlossen, "dass der Zuschlag auch wieder an Hamburg geht". Eine Düsseldorfer Bewerbung übersteige die Möglichkeiten der Rennbahn auf dem Grafenberg, auch logistisch. Ganz ausschließen wollte Woeste jedoch eine Düsseldorfer Bewerbung auch nicht.

Insgesamt haben allen großen Rennbahnen die Ausschreibung für das Derby erhalten. Der Eigner der Rennbahn in Hoppegarten, Gerhard Schöningh, war bisher noch für keine offizielle Stellungnahme zu erreichen. Der Präsident von Baden Racing, Dr. Andreas Jacobs, hat eine Bewerbung zumindest für die nächsten drei Jahre schon negiert. Auch aus Köln kommen derzeit keine Signale, die für eine Bewerbung sprechen.

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