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De Kock-Ärger über Meydan-Sand

Trainer Mike de Kock war in Dubai schon ein häufiger Gast auf dem Siegerpodest. www.galoppfoto.de - Frank Sorge

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 350 vom Donnerstag, 15.01.2015

Der erste Renntag des Dubai Carnivals vergangenen Donnerstag auf dem neuen Sand-Untergrund hat nicht überall Freude ausgelöst. Mike De Kock, seit Jahren erfolgreicher Gast aus Südafrika mit einem starken Maktoum-Besitzerstamm, kündigte zunächst an, nach einem für seinen Stall ziemlich desaströsen Tag vorerst keine Pferde mehr auf diesem Boden an den Start bringen zu wollen. Alle sieben seiner in den Sandbahnrennen angetretenen Schützlinge blieben unplatziert, in den auf Gras ausgetragenen Singspiel Stakes stellte er den Zweit- bzw. Viertplatzierten. „Auf Sand benötigt man offensichtlich ein Pferd mit Startschnelligkeit, das gleich im Vordertreffen mitgehen kann“, erklärte er auf seiner Facebook-Seite, „von hinten kann man nicht gewinnen.

Wenn es regnet, dann könnte der Boden besser werden, aber im Moment werden meine Pferde dort nicht mehr laufen, außer es gibt wirklich keine andere Startmöglichkeit.“ Offensichtlich war das aber nur eine Art Sturm im Wasserglas, denn etwa an diesem Donnerstag waren mehrere De Kock-Pferde auf Dirt am Start.

Nach dem letzten Dubai Carnival war der in Meydan seit der Bahneröffnung verlegte Tapeta-Boden nach langen Diskussionen durch ein herkömmliches Sandgemisch ersetzt worden. Ein Grund war, dass vermehrt Pferde aus den USA nach Meydan gelockt werden sollen. In den USA verschwinden synthetische Böden mehr und mehr von der Bildfläche, inzwischen gibt es dort keine Gr. I-Rennbahn mehr, auf der auf Tapeta oder Polytrack galoppiert wird. 

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