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Baltic Baroness (Shamardal) Gr. I-Siegerin im Prix Vermeille in Longchamp

Baltic Baroness gewinnt mit Maxime Guyon den Prix Vermeille in Longchamp. Foto: Dr. Jens Fuchs

Autor: 

Daniel Delius

Ein großer Zuchterfolg für das Gestüt Ammerland, ein Erfolg aber auch, mit dem nicht unbedingt zu rechnen war. Ein Gruppe-Rennen hatte Baltic Baroness zwar schon gewinnen können, das liegt aber schon etwas zurück, es im Mai vergangenen Jahres der Prix Cléopatre (Gr. III). Bei den folgenden fünf Starts, teilweise in sehr guter Gesellschaft, konnte sie sich nicht einmal unter den ersten drei platzieren. Ihr Trainer schraubte dann etwas zurück, sie lief im Sommer zweimal in Listenrennen in Compiegne und Maisons-Laffitte, beide konnte sie gewinnen, was auch ganz sicher gut für die Moral war. Trotzdem trat sie in Longchamp als eine der letzten Außenseiterinnen an, wobei sie in der entscheidenden Phase vom Glück und Geschick des Reiters profitierte, denn innen an den Rails ging eine Lücke gerade rechtzeitig auf. Treve etwa musste an der Außenseite manchen Meter mehr galoppieren. Im Prix de l’Arc de Triomphe (Gr. I) ist Baltic Baroness nicht engagiert, über ein nachträgliches Engagement wird zumindest nachgedacht. Sie hat Nennungen für den Prix de l’Opéra (Gr. I) und die British Fillies & Mares Champion Stakes (Gr. I) Mitte Oktober in Ascot.

Ihr Pedigree ist im Folgenden genauer nachzulesen. Ihre zweite Mutter, die großartige Borgia (Acatenango), hatte sich in der Zucht erst doch sehr schwer getan. Mit Bermuda Reef (Oasis Dream) hat sie dieses Jahr aber doch einen Gr.-Sieger gebracht und jetzt in zweiter Generation sogar eine Gr. I-Siegerin. Die zwei Jahre jüngere Schwester von Baltic Baronesse, Baltic Comtesse (Lope de Vega) war bei ihrem bisher einzigen Start für Andre Fabre Sechste. 

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