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Ayaar (Rock of Gibraltar) Gr. III-Sieger im Belmondo Zukunfts-Rennen

Ayaar (Rock of Gibraltar) Gr. III-Sieger im Belmondo Zukunfts-Rennen

Autor: 

Daniel Delius

Jockey Martin Harley, der bei seinem ersten Auftritt in Baden-Baden gleich nach einem Gruppe-Rennen auf das Siegerpodest steigen durfte, gab zu verstehen, dass Ayaar ganz sicher nicht der Crack unter den Zweijährigen im großen Stall von Mick Channon ist. Der ehemalige Fußball-Profi, der ein hervorragendes Jahr hat, konnte schon zahlreiche Black Type-Sieger beim jüngsten Jahrgang satteln, viele sind besser als Ayaar. Das kann nur als wenig schmeichelhaft für den deutschen Zweijährigen-Jahrgang gelten, vorerst wenigstens, denn die englischen Nachwuchspferde sind in der Regel frühreifer.

Für Ayaar, der seine Karriere am 1. Juni in Haydock mit einem vierten Platz begonnen hatte, erst beim fünften Start in Folkestone seine Maidenschaft ablegen konnte, war es der bereits siebte Auftritt auf der Rennbahn. Geschont werden die Pferde nicht. Mick Channon scheint aber doch Einiges von dem Pferd zu halten: "Er hat Startmöglichkeiten in den Champagne Stakes und den National Stakes, einem Gruppe I-Rennen in Irland", sagte er am Donnerstag, "werden ihn auch in anderen großen Rennen engagieren. Vorerst wird auf 1400 Metern bleiben."

48.000 gns. hatte Ayaar letztes Jahr auf der Jährlingsauktion von Tattersalls in Newmarket gekostet, dort wird in diesem Jahr sein von High Chaparral stammender jüngerer Halbbruder angeboten. Ayaar stammt von einem anderen Coolmore-Hengst, Rock of Gibraltar (Danehill), der mit Samitar in diesem Jahr die Siegerin in den Irish 1000 Guineas (Gr. I) stellte, in Deutschland derzeit die Gr. III-Siegerin Cherry Danon und den guten Steher Tres Rock Danon auf der Bahn hat. Vier seiner Nachkommen werden bei der BBAG-Jährlingsauktion in den Ring kommen.

Die Mutter Teide Lady hat dreijährig ein Rennen gewonnen, sie hat noch eine vierfache Siegerin von Noverre auf der Bahn. Sie ist Halbschwester zu Hatta Fort (Cape Cross), Sieger in den Superlative Stakes (Gr. II) sowie in den USA in den Perryville Stakes (Gr. III). Die nächste Mutter Oshiponga (Barathea) ist eine Halbschwester zur E P Taylor Stakes (Gr. I)-Siegerin Miss Keller (Montjeu). Aus der Familie hat letzte Woche Ursa Major (Galileo) auf dem Curragh die St. Leger Trial Stakes (Gr. III) gewonnen. 

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