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Australien: "Everest" und deutsche Spuren

Der "Everest" geht an Think About It. Foto: Inglis

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 790 vom Freitag, 20.10.2023

Einen Favoritensieg gab es am Samstag im australischen Randwick bei der siebten Austragung des mit inzwischen 20 Millionen A-Dollar (ca. €12,05 Mio.) dotierten “The Everest”, einem Sprint über 1200 Meter. Think About It (So You Think), ein von Joseph Pride für eine kopfstarke Besitzerheinschaft trainierter fünf Jahre alter Wallach, gewann im zwölfköpfigen Feld als Favorit unter Sam Clipperton gegen I Wish I Win (Savabeel) und Private Eye (Al Maher). Auf dem letzten Platz endete Alcohol Free (No Nay Never), die Yulong vergangenen Dezember für 5,6 Millionen gns. bei Tattersalls gekauft hatte. Bei drei Starts in der neuen Heimat ist sie einmal Vierte geworden. 

Think About It hat bei jetzt zwölf Starts elf Rennen gewonnen, davon zwei auf Gr. I-Ebene. “The Everest” hat keinen Blacktype-Status, auch wenn es das wertvollste Grasbahnrennen der Welt ist. Vom züchterischen Standpunkt ist das Spektakel ohnehin zu vernachlässigen, da es bisher bis auf eine Ausnahme nur Wallache gewonnen haben. 

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Die Siegesserie von Military Mission (Mastercraftsman) geht weiter. Der sechs Jahre alte Hengst aus dem Waterhouse/Bott-Stall holte sich in Caulfield unter Joao Moreira die Herbert Power Stakes (Gr. II) über 2400 Meter gegen United Nations (Galileo) und Ferago (Fiorente). Military Mission, der vergangene Saison auf Tasmanien den Hobart Cup (Gr. III) und vor einigen Wochen den Newcastle Gold Cup (Gr. III) gewinnen konnte, kam aus England, wo er bei Hugo Palmer im Training war. Seine Mutter Atlantic Isle (Tamayuz) stammt aus der Zucht des Gestüts Ammerland, sie hat für verschiedene Trainer drei Rennen in Hannover, Neuss und Dresden gewonnen, besaß am Ende ihrer Karriere aber gerade einmal ein Rating von 47kg. Sie hat noch einen Sieger von Maxios auf der Bahn, eine Jährlingsstute hat Magna Grecia als Vater. Die zweite Mutter ist Schwester der Gr. I-Siegerin One So Wonderful (Nashwan).

Die mit 300.000 A-Dollar dotierten Herbert Power Stakes gelten als Vorbereitungsrennen für den Melbourne Cup. Dafür besitzt Military Mission eine Nennung. 

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Reliable Man stellte mit Renaissance Woman in Randwick die Siegerin in den Angst Stakes (Gr. III) über 1600 Meter. Die vier Jahre alte Stute, die aus neuseeländischer Zucht stammt, hat eine Fastnet Rock-Stute als Mutter. Sie kommt aus dem Stall von Trainer Bjorn Baker und hatte sich im Mai bereits ein Listenrennen sichern können. Bei 14 Starts war sie jetzt viermal erfolgreich. 

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