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Aufgalopp 679

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 679 vom Freitag, 30.07.2021

Ein Derby und eine Diana ohne Starter aus dem Ausland – das hat es schon länger nicht gegeben. In Hamburg wären die Gäste gerne gekommen, doch verhinderten dies die Corona-Restriktionen. In Düsseldorf waren letzte Woche noch einige Stuten aus Großbritannien und Irland im Rennen, aber wohl nicht gut genug. Und zu einer 50.000-Euro-Nachnennung wollte sich nach längerem Überlegen niemand durchringen, trotz der hohen Preisgelder. Für die einheimischen Ställe mag das erfreulich sein, denn so blieb oder bleibt das viele Geld im Lande, doch aus sportlicher Sicht ist es schon etwas bedauerlich. Der Galopprennsport lebt vom internationalen Austausch und gerade bei den Dreijährigen will man natürlich wissen, wie der Stand der Dinge ist.

Momentan sieht das allerdings nicht ganz so aufregend aus. Die ersten Vergleiche mit den Älteren auf höherer Ebene, wie etwa gerade in München, fielen doch etwas ernüchternd aus. Natürlich ist Skalleti kein Maßstab, er war nahezu unschlagbar, doch etwas mehr hätte man den Vertretern des Jahrgangs 2018 doch zugetraut. Wobei das Derby ein hartes Rennen ist, das muss man erst einmal wegstecken und über die inzwischen danach gelaufenen Pferde muss man keineswegs den Stab brechen – Nordstrand hat sogar schon gewonnen, wenn auch nur eine kleinere Prüfung.

Bei den Stuten weiß man ohnehin noch nicht, wohin der Weg geht und da wird man auch am Sonntag nicht viel schlauer sein, denn Vergleiche gab es so recht nicht, allenfalls auf mittlerer Ebene in Frankreich. Interessant ist sicherlich, dass es im Vorfeld zahlreiche Angebote aus dem Ausland für Starterinnen gegeben hat. Doch wer verkauft schon sein Pferd vor einem 500.000-Euro-Rennen? Am Sonntagabend sieht das möglicherweise schon anders aus.

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