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Aufgalopp 672

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 672 vom Freitag, 11.06.2021

Der Jahrgang 2017 der deutschen Zucht ist nach allgemeiner Meinung, zumindest war das der Tenor Ende der letzten Saison, besonders gut gelungen. Ob das zu halten ist, kann nach den ersten Großereignissen noch nicht gesagt werden. Die Tendenz geht ja dahin, mit den besseren Pferden erst deutlich später zu beginnen als das noch früher der Fall war. Da gab es etwa im deutschen Rennsport schon im April Rennen für die Grand-Prix-Klasse in Dortmund oder Gelsenkirchen, dort lief damals alles, was Rang und Namen hat. Heute starten die Trainer nicht nur mit ihren besseren Pferden wesentlich später, weil sich die Highlights der Saison weit mehr nach hinten verschoben haben. Torquator Tasso, der nach einer von der Öffentlichkeit weitgehend unbeachteten Wahl, möglicherweise am kommenden Sonntag in Köln zum „Galopper des Jahres“ gekürt wird, gab gerade erst in Mülheim sein Jahresdebüt. Was noch nicht besonders aufregend war, doch lief er vor einem Jahr beim ersten Start ähnlich. Der leichte Sieger Kaspar startete das zweite Mal, wobei sich der Eindruck verfestigte, dass er über Winter besser geworden ist. Der Schlenderhaner In Swoop, der in Hamburg vor beiden war und den wir kaum wieder auf einer deutschen Rennbahn sehen werden, wird von seinem Trainer sehr geschickt aufgebaut, letztlich war der Sieg im Grand Prix de Chantilly Pflicht. Andere Protagonisten von 2020 wie Wonderful Moon oder Dicaprio nehmen sich aktuell erst einmal eine Auszeit.

Die Situation wird wohl erst auf internationalem Parkett geklärt. Kaspar und In Swoop könnten im Grand Prix de Saint-Cloud aufeinander treffen, am Derbytag, für Torquator Tasso und den diesjährigen Aufsteiger Nerium wird es wohl nach Hamburg gehen.

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