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Aufgalopp 668

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 668 vom Freitag, 14.05.2021

Nach den Angaben des Galopper-Dachverbandes ist die Zahl der Pferde im Training aktuell auf dem Stand des Vorjahres. So um die 2.300, gegenüber früheren Zeiten natürlich sehr überschaubar, aber es ist trotz der schwierige Lage nicht weniger geworden. Nur: Wo sind diese Pferde eigentlich? Die Starterfelder sind, um es vorsichtig auszudrücken, übersichtlich. Sicher, manche Ausschreibungen sind gewöhnungsbedürftig, es drängt sich manchmal der Eindruck auf, dass örtliche Trainer und Besitzer den Stift geführt haben. Und die Rennpreise sind manchmal an der unteren Grenze des Erträglichen. In Krefeld liegt die höchste Dotierung am nächsten Samstag bei 4.000 Euro. Im Ausgleich III und bei den Dreijährigen. Das geht eigentlich gar nicht.

Doch zwei Beispiele geben schon zu denken. Letzte Woche liefen in einem Handicap mit der Skala plus zwei in Dresden gerade einmal fünf Pferde. Gut, 3.500 Euro an Geldpreisen sind nicht die Welt, aber normalerweise müssten in dieser Klasse weitaus mehr Teilnehmer antreten. In Hannover starten diesen Sonntag in einem Sieglosen-Rennen für Dreijährige vier Kandidaten. Selbst wenn die Strecke von 1.200 Metern Spezialisten anspricht, ist das fast schon erschreckend. Mit Müh und Not sind für das Viererwetten-Rennen zwölf Starter zusammengekommen, trotz üppiger Dotierung.

Verstehen muss man das alles nicht, aber die Entwicklung ist sicher alles andere als erfreulich. Jetzt hat der Verband beschlossen, in Rennen mit Viererwette die Mindeststarterzahl auf zehn herunterzusetzen. Was aber nur im Notfall zur Realität werden sollte. Denn ob ein kleineres Feld bei dieser populären Wette umsatzfördernd ist, ist doch sehr fraglich, denn es ist gut möglich, dass dies zu Lasten der Quoten geht. Es wird zu beobachten sein.

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