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Aufgalopp 644: Zahl der Bedeckungen im Inland ist mit 809 erneut zurückgegangen

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 644 vom Freitag, 13.11.2020

Viele Zahlen sind in dieser Ausgabe zu lesen, es geht um Bedeckungen und Decktaxen, die wie jedes Jahr schon erkennen lassen, wie es um die Marktlage bestellt ist. Geschenkt gibt es sicher nichts, das zeigt ein erster Blick auf die internationale Branche, zumal die Gestüte und Anbieter bei den Auktionen halbwegs glimpflich davongekommen sind, auch wenn der kleine Boom, den es in den letzten Jahren gegeben hat, erst einmal gestoppt wurde. Die anstehenden Zuchtauktionen könnten da schon eher Schwierigkeiten bereiten, da eine physische Präsenz für das Gros der Interessenten zumindest schwierig ist. Die Einreise etwa nach Großbritannien ist vom Kontinent aus schier unmöglich, was für die Tattersalls-Auktionen wenig förderlich ist. Und bei den Ausgangssperren in Frankreich wird der Aufenthalt in Deauville auch ziemlich spaßbefreit sein. Deshalb wirken die auf den folgenden Seiten publizierten Decktaxen in den relevanten Ländern gerade bei nicht so exponierten Hengsten teilweise schon recht anspruchsvoll.

In Deutschland ist ohnehin alles verhandelbar, das wird auch 2021 der Fall sein. Die Zahl der Bedeckungen im Inland ist mit 809 erneut zurückgegangen, doch weist der Dachverband mit Recht darauf hin, dass es sich aus bekannten Gründen um ein „wenig repräsentatives“ Jahr gehandelt hat. Große Sprünge nach oben sind jedoch kaum zu erwarten, zumal die Anmeldungen für die anstehende Zuchtauktion von Arqana wieder einen gewissen Aderlass der deutschen Zucht nach sich ziehen könnten, auch qualitativ. Immerhin ist die Zahl der Fohlengeburten gestiegen. 779 sind es aktuell für 2020, 52 mehr als im Vorjahr. Es ist im Vergleich immer noch eine sehr geringe Population, wobei es um so bemerkenswerter ist, wie gut sich die deutsche Zucht in den großen internationalen Rennen schlägt: 2020 war diesbezüglich ein hervorragendes Jahr.  

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