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Aufgalopp 633

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 633 vom Freitag, 28.08.2020

Wer in diesen Tagen aus Grönland oder Litauen nach Irland reist, kann sich unmittelbar nach der Ankunft frei im Lande bewegen und grundsätzlich tun und lassen, was er will. Er könnte zum Beispiel eine der zahlreichen Auktionen besuchen, die in der Regel ab dem Sommer im Wochentakt bei Goffs oder Tattersalls stattfinden. Aktuell aber nicht. Denn auf der „Green List“, der Liste mit den Ländern, aus denen die Menschen unbedenklich einreisen können, steht auf Grund der Corona-Pandemie nur eine Handvoll von Namen. Finnland oder etwa Lettland. Eher keine Nationen mit einem Bezug zum Rennsport. Deshalb haben die Auktionshäuser beschlossen, die umsatzträchtigen Jährlingsauktionen kurzfristig in ihre Dependancen nach England zu verlegen. Was die irischen Züchter wegen der damit verbundenen Unannehmlichkeiten auch nicht gerade freut. Ein Ausfall wäre aber nicht zu verkraften gewesen.   

Frankreich hingegen hat das Problem, dass zwar problemlos eingereist werden kann, es bei der Rückreise in die Heimatländer – etwa Großbritannien – dann dort zu einer Quarantäne kommt. Und wer hat denn schon Spaß daran, einen Jährling in Deauville zu kaufen, anschließend aber zwei Wochen zu Hause bleiben zu müssen. So ist der Termin für die Jährlingsauktion von Arqana, für das Unternehmen das wichtigste Ereignis des Jahres, so oft hin- und hergeschoben worden, dass selbst Insider kaum noch wissen, wann dort der erste Jährling im Ring erscheint.

Es gibt in den kommenden Wochen nur eine Auktion, bei der der Termin seit einem Jahr feststand: Die BBAG-Jährlingsauktion am 4. September. Und das könnte sich nächste Woche als entscheidender Bonus erweisen. Iffezheim als Nabel der internationalen Vollblutwelt. Das Angebot dafür ist da.

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