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Aufgalopp 632

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 632 vom Freitag, 21.08.2020

Nein, als historisch kann der Sieg von Donjah am Samstag im Preis von Europa sicher nicht bezeichnet werden, aber es war nach einer längeren Durstrecke in den Grand Prix-Rennen endlich einmal wieder ein einheimischer Erfolg. Zudem ist die Stute aus der Karlshofer Zucht auch noch ein Auktionskauf, somit beste Werbung für die BBAG. Und es war keineswegs ein verkehrt besetztes Gruppe I-Rennen, mit respektablen Gästen, wenn auch nicht von der Güte eines Ghaiyyath, zu dem, was schnell vergessen wird, Donjah in Iffezheim letztes Jahr immerhin Zweite war. Sie wird, wenn der Boden passt, in Baden-Baden laufen, dann im „Arc“, warum auch nicht, sie hat eine Nennung und es gibt nichts zu verlieren.

Ein Lichtblick waren zudem im Preis von Europa, der in diesem Jahr angesichts der Umstände irgendwie befremdlich daherkam, neben Donjah die Vorstellungen der beiden dreijährigen Hengste. Kaspar sah kurz sogar wie der Sieger aus, Grocer Jack war auch nur unweit geschlagen, hatte nicht einmmal den besten Rennverlauf, das nährte schon die Hoffnung, dass der Jahrgang 2017 bei den Hengsten besser ist als der des Vorjahres, was denn durch die trotz der langen Pause enttäuschenden Vorstellung von Laccario nur unterstrichen wurde. Anders könnte es bei den dreijährigen Stuten aussehen. Die „Diana“ war zwar ein faszinierendes Rennen, jedoch eher in der Breite, weniger in der Spitze. In Hamburg und am Sonntag in Düsseldorf hatten die dreijährigen Stuten gegen die ältere Konkurrenz keine Chance. Das war schon eine Art Standortbestimmung und letztlich ein Fingerzeig dafür, was in dieser so merkwürdigen Saison, die in drei Monaten schon wieder vorbei ist, noch zu erwarten ist.

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